Antworten der LMBV auf Fragen der Mitteldeutschen Zeitung zum Thema Nachterstedt vom 09.07.2012

1. Die LMBV hat im Mai die Untersuchungen im Concordiasee beendet. Wurden dabei Gebäudeteile oder gar die Opfer der Rutschung entdeckt?

Bei den seeseitigen Erkundungsarbeiten mittels dreier Pontons wurden keine Gebäudeteile oder Vermisste entdeckt. Zur Suche nach den Gebäudeteilen sind weitere Untersuchungen mittels Flugdrohnen vorgesehen.


2. Wenn die Opfer entdeckt wurden: Ist deren Bergung möglich und plant die LMBV diese?

Entfällt, s. Antwort unter Nr. 1.


3. Trifft es zu, dass der Wasserstand in der südlichen Böschung – vor der später abgerutschten Kippe – vor dem Unglück höher war, als laut Sanierungsplan vorgesehen?

Die Grundwasserstände im Bereich der Tagebaue wurden und werden in einer Vielzahl von Grundwassermesspegeln regelmäßig gemessen. Die dabei festgestellten Ergebnisse wurden ausgewertet und mit den Sachverständigen erörtert.


4. Trifft es zu, dass ein zu hoher Wasserstand gemessen, aber nichts dagegen unternommen wurde?

Diese Aussage trifft nicht zu. Zutreffend ist, dass einzelne Pegel höhere Wasserstände als erwartet aufwiesen. Diese wurden durch die LMBV mit dem Sachverständigen für Böschungen erörtert und es wurden Maßnahmen eingeleitet.


5. Gibt es Messprotokolle über den zu hohen Wasserstand und wo befinden diese sich heute?

Die gemessenen Wasserstandhöhen der für die Überwachung ausgewählten Pegel liegen der LMBV und dem LAGB vor.

Zurück