Mitteldeutsche Seenlandschaft

Die neuen Seenlandschaften in Mitteldeutschland bieten zahlreiche Perspektiven für neue Nutzungen. Sie umfassen als touristische Destination 12 größere Bergbaufolgeseen. Aus unterschiedlichen Ideen sind bereits heute anerkannte Standorte für Freizeit, Erholung, Tourismus und Wassersport entstanden, so am Cospudener und Markkleeeberger See südlich und am Schladitzer See nördlich von Leipzig sowie mit dem Großen Goitzschesee bei Bitterfeld. Seepromenaden, Strände, Restaurants und zahlreiche Wassersportangebote haben diese Seen bereits zu beliebten überregionalen Anziehungspunkten werden lassen.

Im Leipziger Neuseenland wird seit Jahren intensiv an der Realisierung eines „Touristischen Gewässerverbundes“ gearbeitet, das heißt an der bootsgängigen Verbindung der neuen Seen der Bergbaufolgelandschaft mit Flüssen und Kanälen der Stadt Leipzig. Im Frühjahr 2011 wird die erste durchgängige Verbindung, der Kurs 1 vom Cospudener See zum Stadthafen Leipzig, eröffnet. Mit Beendigung der Flutung des Zwenkauer Sees, voraussichtlich im Jahr 2014, wird eine rund 44 Quadratkilometer große Seenlandschaft südlich von Leipzig über die Pleiße, die Weiße Elster, die Neue Luppe und Kanäle mit der Stadt Leipzig verknüpft sein. Perspektivisch sollen rund 200 Kilometer befahrbare Gewässerstrecken entstehen.

Mit dem Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt entsteht derzeit das künftig größte künstliche Gewässer in Deutschland. Der See mit einer Wasserfläche von 18,4 Quadratkilometern, einer Tiefe bis zu 80 Metern und mehr als 40 Kilometern Uferlänge bietet beste Voraussetzungen für Erholung, Tourismus und Wassersport. Nördlich des Sees erstreckt sich die imposante Halde Klobikau, auf deren westlichem Teil seit einigen Jahren erfolgreich Wein angebaut wird. Die Marina Mücheln am südwestlichen Ufer des Geiseltalsees ist ein zentraler Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste. Das hier bereits 2006 errichtete Info-Center bietet dabei interessierten Besuchern umfassende Einblicke in die Entwicklung des Gebietes. Die Marina selbst wird als Ensemble mit Bootshäusern, einer Ferienhausanlage und einem Hafen gestaltet. Ein zweiter Bootshafen entsteht gegenwärtig in Braunsbedra.