SäZ: SMWA hat auf Anfrage der Sächsischen Zeitung weitere Zahlen zur Knappensee-Sanierung vorgelegt

Geschätzte Kosten von 112 Mio. Euro für Sicherheit am Knappensee notwendig

Dresden/Hoyerswerda. „Rund zwölf Millionen Euro fließen allein in diesem Jahr aus Staatskassen in die bergtechnische Sanierung des Knappensees“*. Das erklärte auf Nachfrage das zuständige Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr - dessen Oberbergamt für die Arbeiten am Gewässer verantwortlich ist - laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung in der Ausgabe Hoyerswerda vom 15. März 2017. „Die Kosten teilt sich das Land mit dem Bund je zur Hälfte. Grundlage ist das Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung“ heißt es dort richtigerweise weiter. Wie das SMWA zudem informierte, „seien aus diesem Topf zwischen 2012 und 2016 bereits rund 37 Millionen Euro…“ in Richtung Knappensee-Sicherung und Entschädigung von Betroffenen geflossen.

Für den berichtenden Journalisten Mirko Kolodziej wurde zudem aus der ministeriellen Antwort deutlich, dass die bergtechnische Sanierung bis 2021 dauern solle, jedoch auch, „dass damit das jüngste Kapitel in der Geschichte des Sees noch nicht abgeschlossen sein wird. Denn aus dem Ministerium wird mitgeteilt, dass sich eine bis 2025 dauernde Rekultivierungsphase anschließen wird.“ Für die kommenden acht Jahre seien demnach noch einmal 63 Millionen Euro für die Sanierung des künstlichen Sachsen-Sees geplant, so das Recherche-Ergebnis der Sächsischen Zeitung: „Alles in allem kommt man also auf Kosten in Höhe von 112 Millionen Euro.

Das Wirtschaftsministerium vermerkte zusätzlich zu der erbetenen Kosten-Aufstellung an, dass am Freistaats-Gewässer Knappensee „das Risiko einer plötzlichen Verflüssigung aller gekippten Bereiche, insbesondere aller Uferbereiche, also schlagartig stattfindender Böschungsrutschungen mit großen Rückgriffsweiten ins Hinterland oder eines flächenhaften Grundbruchs (bestehe). Damit einher ginge eine Gefahr für Leib und Leben sowie der Beschädigung und / oder Zerstörung von Sachgütern.“ In dem Zeitungsartikel heißt es zutreffend weiter: „Daraus abgeleitet werde am Knappensee, dessen Fläche bis 1945 Teil des Tagebaus Werminghoff war, staatlicherseits von einer Gefahrenabwehr gesprochen. Basis dafür sind nicht die Regelungen zur Sanierung des DDR-Bergbaus, sondern Hohlraumverordnung und Polizeirecht.

*Alle Zitate aus Online-Version des Artikels der Sächsischen ZeitungWas kostet die Knappensee-Sanierung?“ vom 15.03.2017 – Autor Mirko Kolodziej

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