ABKS: Zwischenbilanz des Aktionsbündnisses "Klare Spree"

Das Aktionsbündnis „Klare Spree“ weiter im Gespräch mit Bergbauunternehmen und Landesbergamt

Lübbenau. „Das Aktionsbündnis „Klare Spree“ (ABKS) bleibe auch in Zukunft ein kritischer aber konstruktiver Gesprächspartner von Unternehmen und Behörden, mit denen es regelmäßig die Maßnahmen gegen die Verockerung und Sulfatbelastung der Spree berät, abstimmt und kontrolliert.“ Dies haben die Beiratsmitglieder des ABKS in ihrem Arbeitsgespräch mit den Vertretern der LEAG Ingolf Arnold und Dr. Koch sowie Uwe Sell und Uwe Neumann vom Landesbergamt am 26. September 2017 in Cottbus deutlich gemacht, so der Bündnis-Sprecher Winfried Böhmer am 29.09.2017 in einer Mitteilung.

Weiter heißt es: „Das Aktionsbündnis lobte, dass viele der Sofortmaßnahmen Ergebnisse aufzeigen, die eine Verringerung der Einträge nachweisen. So hat u.a. die „Barriere“ für den Spreewald oder die Bekalkung der Spree vor der Talsperre positive Effekte auf die Wasserqualität gebracht. Dagegen ist im Spremberg keinerlei Verbesserung sichtbar und viele Zuläufe der Spree sind nach wie vor extrem mit Ocker belastet. Eine langfristige Reduzierung der Eisen- und Sulfatbelastungen in der Spree und ihren Nebenflüssen, insbesondere vor Spremberg, ist nicht in Sicht. Hier sind dringend weitergehende Maßnahmen erforderlich.“

In der Mitteilung kritisiert das Aktionsbündnis weiterhin, „dass das im Dezember 2015 vom Landtag geforderte „Strategische Gesamtkonzept zur Senkung der bergbaubedingten Stoffeinträge“ noch immer nicht vorliegt.“ Es sei laut Bündnis nicht hinnehmbar, dass erst in 2019 „realistische Zielwerte“ für Eisenocker definiert sein sollen und danach weiterführende Maßnahmen geprüft und geplant werden. Das Aktionsbündnis fordere vorbergbauliche Wasserqualitäten für verbindlich zu erklären. Wiederholt stellten die Vertreter des Aktionsbündnisses die Notwendigkeit der Beräumung der Spremberger Talsperre heraus... Die Vorsperre sollte bereits im Jahr 2017 beräumt werden, was bisher nicht geschehen sei. Eine technische Lösung zur Beräumung der Hauptsperre sei von den zuständigen Behörden bisher noch gar nicht geprüft und in Erwägung gezogen.

Ebenfalls ungelöst sei die Problematik der notwendigen Quellenbehandlungen für unzählige Nebenflüsse der Spree. „Dafür wurden von den zuständigen Behörden bereits vor einem Jahr Untersuchungen versprochen. Die Umleitung von belastetem Wasser aus dem Göritzer Mühlenfließ sowie die Maßnahmen zur Säuberung der Kahnfahrt in Raddusch zeigen bisher jedoch sichtbar kaum Effekte." Und auch die Umleitung von belastetem Wasser in den Südumfluter sei keine nachhaltige und umweltverträgliche Lösung.

Das Aktionsbündnis lasse nicht locker, so W. Böhmer. Schon am 18. Oktober 2017 werde das Arbeitsgespräch mit Ministerpräsident Woidke in Potsdam genutzt, um die nächsten notwendige Schritte zu beraten, damit die Spree schnellstens wieder ein ökologisch intakter Fluss werde. Quelle der Zitate: ABKS-Sprecher Winfried Böhmer v. 29.09.2017

Mehr Informationen zum Aktionsbündnis „Klare Spree“ e.V. und dessen Aktivitäten sind unter www.klare-spree.de abrufbar.

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