GWV: Pößnitz vom rostbraunen Schlamm befreit / Meuroer Graben folgt

EHS im letzten Abschnitt der Pößnitz auf 800 Meter beseitigt / 1.900 Meter Graben folgen

Schipkau/Sonnewalde. Mitarbeiter des Gewässerverbandes „Kleine Elster Pulsnitz“ waren bis zum Ende des Jahres 2016 damit beschäftigt, den entlang der Pößnitz abgelagerten Eisenhydroxidschlamm zu beseitigen, vermeldete die Gemeinde Schipkau am 6. Januar 2017 auf ihrer Website.

Rund 7.600 Tonnen des rotbraunen Stoffs wurden zu einem Entsorgungsbetrieb nach Spremberg abtransportiert und dort aufbereitet. „Die Pößnitz weist nun wieder ihr ursprüngliches Gewässerprofil auf und kann damit das umliegende Gelände besser entwässern.“ Beräumt wurde nach Informationen der Gemeinde Schipkau ein rund 800 Meter umfassender Gewässerabschnitt zwischen Meuro und der Senftenberger Straße in Klettwitz nahe der Autobahnauffahrt.

In diesem Bereich wurden umfangreiche Schlammablagerungen aus dem Gewässerbett entnommen, so dass die Sohlhöhe nun wieder deutlich tiefer sei. „Aufgenommen und entsorgt wurden zudem auch Altaushub, der sich seit Jahrzehnten neben der Pößnitz auftürmte. Fortan kann hier nun wieder das Oberflächenwasser ungehindert in die Pößnitz strömen. Zugleich wurde der seitliche Bewirtschaftungsstreifen verbreitert, um zukünftig alle Abschnitte der Pößnitz besser erreichen zu können. Weitere Gewässerunterhaltungsarbeiten fanden auch an der Pößnitz südlich von Schipkau statt.“

Nach Angaben von Gerhard Katschner vom Gewässerverband „Kleine Elster Pulsnitz“ soll die Baustelle bis Ende Januar abgeschlossen werden. Zugleich starten dann umfangreiche Beräumungsarbeiten entlang des Meuroer Grabens. In einem rund 1.900 Meter langen Abschnitt zwischen Meuro und dem Restloch Westmarkscheide soll dann das Gewässer entschlammt und neu profiliert werden.

Der Eisenhydroxidschlamm entstehe durch die chemische Reaktion des im Wasser enthaltenen natürlichen Eisens mit dem Sauerstoff der Luft, erklärt die Gemeinde. Das Wasser stamme teils aus Tiefbrunnen, mit denen die Bergbausaniererin LMBV den Grundwasserspiegel im früheren Braunkohlentagebau Meuro künstlich niedrig halte. Der damit ungefährliche, aber lästige Schlamm müsse wiederkehrend aus den Gewässern entfernt und entsorgt werden. Die Kosten dafür übernehme die LMBV. „Seitens der Gemeinde sind wir sehr froh, dass diese Gewässerberäumung kontinuierlich stattfindet“, erklärte Bürgermeister Klaus Prietzel kürzlich in der Gemeindevertretung, „denn damit wird der Wasserabfluss gesichert und auch ein Beitrag zur Reduzierung der Schichtenwasserprobleme geleistet. Wir unterstützen daher diese Arbeiten.“

Zum Verbandsgebiet des Gewässerverbandes „Kleine Elster Pulsnitz“ gehören die Gewässer aus dem natürlichen oberirdischen Einzugsgebiet der Kleinen Elster, des Buchhainer Mühlgrabens, der Schrake, der Pulsnitz, der Pößnitz, des Ruhlander Schwarzwassers, des Rödergebietes, des Floßgrabens, des Hammergrabens, des Elsterwerdaer Binnengrabens, der Rainitza und des Schleichgrabens, soweit sie sich innerhalb der Grenzen des Verbandes befinden. Das Verbandsgebiet hat eine Fläche von 165.689 ha im Bereich der Landkreise (LK) Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Teltow-Fläming. Dipl.-Ing. Hubertus Brückner ist der Verbandsgeschäftsführer mit Sitz in der Finsterwalder Straße 32 in 03249 Sonnewalde.

Quellen: http://www.gemeinde-schipkau.de/news und http://www.gwv-sonnewalde.de/

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