LEAG: Stahl oder Beton? Zur künftigen Kaimauer am Ostsee

Wasserqualität des Cottbuser Ostsees ist kein Preistreiber für die Kaimauer

Cottbus. Die Wasserqualität des Cottbuser Ostsees ist kein Preistreiber für die Kaimauer, sagt LEAG.

Laut Ingolf Arnold, Leiter Geotechnik bei LEAG, ist die höhere Einstufung bzw. Risikoklasse für den notwendigen Beton des kommunalen Kais nicht nachvollziehbar. Der Beitrag der Lausitzer Rundschau vom 04.03.2017 „Millionen mehr für die Ostseekaimauer“ thematisierte, dass der Hafendamm am künftigen Cottbuser Ostsee doppelt so teuer werden könnte als ursprünglich geplant. Ursache hierfür sei ein nach der Flutung erhöhter Sulfatgehalt des Seewassers: Dieser würde die Eignung des Baustoffes Beton, der nach Risikoklasse XA2 für Werte bis 3.000 mg/l geeignet ist, in Frage stellen.

LEAG gab im ersten Genehmigungsantrag für den See einen voraussichtlichen Maximalwert von 500 mg/l an. Hohe Sulfatwerte in der Spree in den Jahren 2014/15 führten in der ersten Ergänzung des Antrags zur Erhöhung des Wertes auf 620 mg/l, jedoch zu keiner Änderung der empfohlenen Risikoklasse. Dennoch entschieden sich die Planer der Stadt Cottbus für die höhere Widerstandsklasse XA3 (3.000 bis 6.000 mg/l) und wählten zusätzlich eine überwiegend aus Stahl bestehende Konstruktion – nicht nur wegen des erwarteten höheren Sulfatgehalts. „Da die Kaimauer mindestens 100 Jahre halten soll, müssen Restrisiken weitgehend ausgeschlossen werden“, so der Kommentar aus dem Rathaus. Statt von 4,4 Millionen veranschlagten Mitteln geht die Stadt Cottbus für den Bau der Kaimauer nun von 7,5 Millionen Euro aus.

Quelle: LEAG Newsletter v. 22.03.2017

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