LMBV: Gutachten zur Sulfatherkunft in der Spree online

IWB-Expertenteam hat Studie zu Anteilen des Sanierungsbergbaus an der Sulfatbelastung der Spree erarbeitet und verteidigt

Senftenberg. Die LMBV beauftragte am 18.02.2015 das Institut für Wasser und Boden Dr. Uhlmann mit der Erstellung eines Gutachtens zur „Einschätzung des Anteils des Sanierungsbergbaus der LMBV an der Sulfatbelastung der Spree“.

Hintergrund der Beauftragung bildete die aktuelle Situation der Sulfatkonzentration in der Spree und mögliche Beeinträchtigungen von Nutzungen, so unter anderem der Trinkwassergewinnung aus dem Uferfiltrat der Spree. Durch eine Bilanzierung der Sulfatfrachten sollte der aktuelle Anteil der LMBV sowie eine Prognose für die künftige Sulfatbelastung der Spree nach dem vollständigen Abschluss des Grundwasserwiederanstiegs erstellt werden.

Die zentralen Ergebnisse der Einschätzung durch den Gutachter Dr. Uhlmann lassen sich wie folgt skizzieren:

  1. Der Braunkohlen- und Sanierungsbergbau in der Lausitz trägt aus Grubenwasserreinigungsanlagen, aus der Kühlturmabflut der Braunkohlenkraftwerke, aus den Bergbaufolgeseen und durch diffuse Grundwasserzutritte in Gebieten des Grundwasserwiederanstiegs Sulfat in die Spree ein.
  2. Die Sulfatbelastung der Spree hat nahezu ihren Höhepunkt erreicht. Ein weiterer signifikanter Anstieg der Sulfatfrachten aus bergbaulicher Beeinflussung wird nicht erwartet.
  3. Die aktuelle Sulfatbilanz im Spreegebiet lässt sich zu ca. 16 % als natürliche geogene Hintergrundbelastung und zu ca. 30 % dem Sanierungsbergbau der LMBV zuordnen.
  4. Die im Gutachten dargestellte Prognose der Herkunft der Sulfatfrachten bezieht sich auf die nächsten zehn Jahre von 2016 bis 2025. Danach lassen sich etwa 17 % als natürliche Hintergrundbelastung und etwa 33 % dem Sanierungsbergbau LMBV zuordnen.

Die Studie von Dr. Uhlmann ist nach ihrer fachlichen Erörterung mit dem Auftraggeber seit dem 21.07.2015 auf der Homepage der LMBV einsehbar.

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