LMBV: Konditionierungsanlage an der Spree – Umstellen auf bedarfsgerechten Sommerbetrieb 2017 erfolgt

Zusatzmaßnahmen zur Eisenminderung in der Spree setzen nach Pause wieder ein

LMBV: Spree Vorsperre Bühlow Beflockungsanlage 2017

Senftenberg. Die LMBV wird unter Beachtung der Empfehlung des Fachgutachters die stufenweise Außerbetriebnahme der Teilanlagen zur Bekalkung und zur FHM-Dosierstation an der Spree vornehmen.

Diese Vorgehensweise der LMBV wurde mit allen beteiligten Behörden, Institutionen und Betroffenen, u.a. der Stadt Spremberg und dem Amt Neuhausen, vorabgestimmt bzw. vorangekündigt. Der Abfahrprozess der Teilanlage 2 dauert ca. 3-4 Tage und erfolgt ab in der 24. KW 2017. Der Abfahrprozess der TA 1 wird ca. 14 Tage in Anspruch nehmen und in der 27.KW 2017 abgeschlossen sein, teilte der zuständige LMBV-Arbeitsgruppenleiter Sven Radigk mit

Die im behördlich abgestimmten "Konzept zum bedarfsgerechten Betrieb" als Entscheidungskriterien definierten günstigen Rahmenbedingungen in der Spree waren bereits im Monat Mai 2017 stabil erfüllt. „Als günstige Rahmenbedingungen in der Spree gelten u.a. niedrige Eisenkonzentrationen kleiner 4,5 mg/l sowie Wassertemperaturen über 12°C und pH-Werte über 7“, so der LMBV-Ocker-Beauftragte Radigk. Gegenwärtig wird das natürliche Eisenrückhaltevermögen in der Vorsperre Bühlow durch den Einsatz von Konditionierungsmitteln - das sind hier Kalkprodukte und Flockungshilfsmittel - nur geringfügig erhöht. "Aufgrund dieser objektiven Randbedingungen und insbesondere im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit der zum Einsatz gebrachten Konditionierungsmittel soll die Anlage von Anfang Juli bis Ende September 2017 planmäßig außer Betrieb genommen werden. Bei Bedarf, d.h. veränderten Randbedingungen, kann die Konditionierungsanlage kurzfristig wieder angefahren werden.“

Gleichermaßen trifft dies auch für die Wasserbehandlungsanlage Vetschau der LMBV zur Eisenminderung zu. Im Zusammenhang mit den jahreszeitlich deutlich unterschiedlichen Rahmenbedingungen sind an der WBA Vetschau durch den Fachgutachter der LMBV Dr. Uhlmann vom IWB nachvollziehbare und wissenschaftlich begründete Entscheidungskriterien entwickelt worden, die eine unterschiedliche Fahrweise der Konditionierungsanlage für das hydrologische Sommer- und Winterhalbjahr definieren. Dazu zählen für die WBA u.a. die Werte der Eisen-gesamt-Konzentration < 4 mg/l, eine Durchflussmenge < 200 l/s und eine Wassertemperatur > 12°C. Das gutachterliche Konzept vom 24.06.2016 wurde durch die maßgeblichen Genehmigungsbehörden wie LBGR, LfU sowie der UWB des LK OSL einvernehmlich am 01.07.2016 bestätigt und zur Umsetzung durch die LMBV freigegeben.

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