LMBV: Konditionierungsanlage Wilhemsthal reduzierte auch 2018 die Eisenfracht in der Spree

Monitoringbericht des Fachgutachters für 2018 liegt vor

Senftenberg. Der Jahresbericht 2018 zum "Monitoring der Eisenbelastung der Spree und in der Talsperre Spremberg" durch den Fachgutachter der LMBV Dr. Uhlmann vom Institut für Wasser und Boden (IWB) liegt der LMBV nun vor.

Die Wasserbehandlung durch den bedarfsgerechten Betrieb der Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg zeigte auch im Jahr 2018 ihre positive Wirkung. Die Konditionierungsanlage, bestehend aus der Bekalkungsanlage in Spremberg-Wilhelmsthal sowie nach ca. 1,5 km Fließweg der Flockungshilfsmittelzugabe am Einlaufbauwerk der Vorsperre Bühlow, erzielte eine deutliche Erhöhung des Eisenrückhaltes. Circa 46 Prozent der Eisenfracht der Spree wurde in der Vorsperre zurückgehalten und damit die Hauptsperre der Talsperre entlastet.

Gleichzeitig wird somit die Einhaltung der Ablaufwerte aus der Talsperre am Pegel Bräsinchen gesichert. Die Eisen-gesamt-Konzentration lag hier 2018 durchschnittlich bei 0,60 mg/l, ganzjährig <2 mg/l und somit stabil unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle für partikuläres Eisen in der Spree. Die Talsperre Spremberg (Vor- und Hauptsperre) erzielte dabei einen Eisenrückhalt von insgesamt ca. 87 Prozent bezogen auf die Eisenfracht in der Spree.

Der durch die Konditionierung geförderte Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow hat aufgrund der vergleichsweise geringen Durchflussmengen der Spree in 2018, infolge einer lang anhaltenden niederschlagsarmen Witterungsperiode und trotz ganzjähriger Teilberäumgsleistungen mittels Saug-/Spülbaggerung im Jahr 2018 wiederum gut funktioniert.

Um das Rückhaltevermögen zu verbessern, war im Jahr 2018 ein maschineller Schlamm-Entwässerungskomplex (Saug-/Spülbaggerung, Vorseparation, Schlammeindickung, Hochleistungszentrifuge) im Auftrag der LMBV im Einsatz. Die in 2018 an der Vorsperre angefallenen eisenhydroxidhaltigen Schlämme (EHS) wurden beprobt, analysiert und ausnahmslos als nicht gefährliche Abfälle einer stofflichen Verwertung bzw. fachgerechten Entsorgung mit einer Gesamtmenge von ca. 11.000 Tonnen zugeführt.

Der Einsatz von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln (Weißfeinkalk und Koaret PA 3230 T) wird im Hinblick auf die aquatischen Lebewesen durch ein fischereibiologisches Monitoring in der Talsperre Spremberg überwacht, um eventuelle Auswirkungen der Wasserbehandlung auf Fische und Mollusken sowie des Makrozoobenthos festzustellen bzw. auszuschließen.

Mit dem Einsatz der Flockungs- und Flockungshilfsmittel wurden die Umweltbedingungen für die aquatische Fauna durch die erfolgreiche Erhöhung des Eisenrückhaltes in der Vorsperre Bühlow verbessert, wodurch auch in 2018 die Stabilität des Fischbestandes und der Benthosdichte zu erklären ist. Dabei waren im Jahr 2018 die aquatischen Lebensbedingungen, aufgrund des reduzierten Wasserdargebotes und dem Absenken der Hauptsperre (Niedrigwasser), vergleichsweise schlecht.

Im Einklang mit den Vorjahresergebnissen kann der Schluss gezogen werden, dass die Vorteile einer verbesserten Eisenrückhaltung, die mit den Wasserkonditionierungsmaßnahmen eventuell noch vorhandenen Restrisiken für Fische und andere aquatische Organismen bei weitem aufwiegen (siehe auch den Monitoringbericht 2018 zum Fischbestands- und Benthosmonitoring in der Talsperre Spremberg vom Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow).

Blick auf die Vorsperre Bühlow und die Sedimentlagerbecken (2018)
LMBV_20190301 IWB_Jahresbericht fuer 2018 Eisenbelastung Spree und Talsperre Spremberg.pdf (PDF 3,3 MB)
LMBV IfB Oekologisches Monitoring_TS Spremberg 2018.pdf (PDF 6,0 MB)

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