LMBV: Spree bei Wilhelmsthal bekommt wieder Kalk – Übergang in Spätsommer-Fahrweise

LMBV-Luftbild: Konditionierungsanlage der LMBV an der Spree bei Wilhelmstal Mai 2017
LMBV-Luftbild: Konditionierungsanlage der LMBV an der Spree bei Wilhelmstal 05/2017

Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg nach technischer Revision wieder in Betrieb

Senftenberg/Spremberg. Die LMBV hat die Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg nach Beendigung von zwingend erforderlichen planmäßigen Instandsetzungsarbeiten heute wieder in den Probebetrieb überführt. Ab 16. August werden beide Teilanlagen wieder im Regelbetrieb laufen, um damit den Rückhalt von partikulärem Eisen in der Vorsperre Bühlow zu verbessern.

Die Effizienz der Anlage, bestehend aus zwei Teilanlagen (Teilanlage 1 – Bekalkungsstation in Spremberg-Wilhelmsthal und Teilanlage 2 – Flockungshilfsmittel-Dosierstation am Zulauf der Vorsperre Bühlow) wurde in den gutachterlichen Jahresberichten 2014, 2015 und 2016 zur Auswertung des Regelbetriebes bereits gutachterlich nachgewiesen.

Vor dem Hintergrund sommerlich günstiger Rahmenbedingungen in der Spree, z.B. nur geringe Durchflussmengen von 8 -10 m³/s und damit niedrige Eisenkonzentrationen < 4,5 mg/l, mittlerer Wassertemperaturen von > 15°C und stabile pH-Werte um 7 hätte das natürliche Rückhaltevermögen in der Vorsperre Bühlow durch den Einsatz von Kalkprodukten und Flockungshilfsmittel nur geringfügig erhöht werden.

Aufgrund dieser objektiven Randbedingungen und insbesondere im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit der zum Einsatz gebrachten Konditionierungsmittel hatte sich die LMBV Anfang Juni 2017 nach behördlicher Abstimmung zur Außerbetriebnahme und gleichzeitigen technischen Revision und Instandsetzung der Anlage veranlasst gesehen.

Zwischenzeitlich sind die Eisenkonzentrationen im Ablauf der Vorsperre leicht angestiegen, sodass die Konditionierungsanlagen vorsorglich wieder angefahren werden und ab dem 16.08.2017 der Regelbetrieb der Wasserbehandlung erfolgt.

Der LMBV-Zuständige Sven Radigk weist aber darauf hin, dass durch die Wiederinbetriebnahme der Anlagen zunächst keine gravierend optische Veränderung der Situation am Ablauf der Vorsperre, jedoch insbesondere im Bereich der Bühlower Brücke zu erwarten ist. Die Sichtbarkeitsschwelle bleibt hier mit einer jahresdurchschnittlichen Eisengesamtkonzentration von rund 2,5 mg/l noch längerfristig überschritten, bis schrittweise weitere Eisenminderungs-Maßnahmen greifen..

LMBV-Luftbild: Spree - Vorsperre Bühlow
LMBV-Luftbild: Spree - Vorsperre Bühlow im Mai 2017

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