LMBV: Spremberger Bürgerforum 2016 – Eingeladener LMBV-Vertreter informierte

Stand der Spree-Eisenminderungsmaßnahmen durch LMBV vorgestellt

Spremberg. Am 12. September 2016 hatte die Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, Christine Hernthier, gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Klare Spree zu einem Bürgerforum eingeladen. Das Brandenburger Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, das Landesamt für Umwelt sowie das Sächsische Oberbergamt und die LMBV waren gebeten worden, ihre jeweilige Sicht zum Stand der Eisenminderungsmaßnahmen darzustellen. Rund 80 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Winfried Böhmer vom Aktionsbündnis Klare Spree stellte zunächst aus Sicht von Anwohnern, Umweltbewegten, Anglern, Wassersportlern, Kommunen und Mitgliedern verschiedene Forderungen auf, darunter diese:

  1. Eine klare Spree – von der Quelle bis zu Mündung!
  2. Erstellen eines langfristen und verbindlichen Sanierungsplans.
  3. Festlegung von Grenzwerten…
  4. Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Sachsen und Bereitstellung der finanziellen Mittel im Rahmen des Bund-Länder-Abkommens (zur Braunkohlesanierung)
  5. Stärkere Einbindung der BTU Cottbus/Senftenberg.
  6. Errichtung von Dichtwänden im Südraum…
  7. Regelmäßiges Beräumen der Vorsperre und des Hauptbeckens der Talsperre Spremberg
  8. Keine Einleitung von Eisenhydroxidschlamm in intakte Gewässer…

Volkmar Zarach, LMBV-Abteilungsleiter, stellte den Stand der bisher eingeleiteten Maßnahmen der Bergbausanierer vor. Neben dem Barrierekonzept im Nordraum der Spree kommen jetzt schrittweise die geplanten Vorhaben der LMBV an der sächsischen Landesgrenze zum Umsetzen. Dazu gehört der Aufbau einer zweizügigen mobilen Aufbereitungsanlage zum Fassen eisenbelasteter Grundwässer bei Burgneudorf, baubeginnend im September 2016. Ein gemeinsam mit der Ingenieurgesellschaft LUG entwickeltes Modell einer solchen Anlage war im Saal erstmals zu sehen (siehe Foto unten). Zarach verwies jedoch auf den zeitlichen Prozesscharakter der schrittweise stärker wirksamen LMBV-Maßnahmen, die mittelfristig eine Halbierung der Eisenfrachten mit bewirken sollen.

Für die zuständige Genehmigungsbehörde sprach Abteilungsleiter C. Voigt vom SächsOBA, der ausführte, dass bereits vier Vorhaben genehmigt seien und weitere zwei vom Vorhabensträger LMBV beantragt seien. Mit durchschnittlich nur sieben Monaten Bearbeitungszeit habe die Behörde ihren Beitrag zum Fortgang der Güteoffensive geleistet. Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Brandenburger Behörden sei sachorientiert gut. Dies bestätigte auch Uwe Neumann vom LBGR, das als Amt die Koordinierungsfunktion im Land wahrnehme. Ellen Petersen, Referatsleiterin W25 vom LfU, informierte über das beseitigen einer Sedimentinsel in der Vorsperre, das Vertiefen der linken Einlaufrinne und die Konzepte zur Sediment- bzw. auch zur EHS-Entnahme aus der Vorsperre.

In der Diskussion meldeten sich neben interessierten Bürgern die Bundestagsabgeordneten Ulrich Freese und Dr. Klaus-Dieter Schulze ebenso wie die Landtagsabgeordnete Anke Schwarzenberg mit Fragen und Hinweisen zu Wort.

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