LMBV: Start der Entschlammung der Spree-Vorsperre bei Bühlow ab 20.04.2015

In der ersten Phase saugen zwei Schwimmbagger den Schlamm auf - Er wird durch eine schwimmende Rohrleitung zu einer Separationsanlage transportiert

Senftenberg/Spremberg. Die von der LMBV in Abstimmung mit dem LUGV angekündigte Entschlammung des Vorstaubeckens der Talsperre Spremberg beginnt in den nächsten Tagen.

Während der Sanierung des Staudammes im vergangenen Jahr wurde der Wasserstand im Stausee drastisch abgesenkt. Die Durchflussdauer des Wassers verringerte sich dadurch von normalerweise 28 auf 6-7 Tage. Um den Großteil des im Wasser gelösten Eisens trotzdem in der Vorsperre zurück zu halten, wurden eine Bekalkungsanlage und eine Zugabestelle für Flockungsmittel unmittelbar vor der Vorsperre errichtet. Die Maßnahmen waren so erfolgreich, dass rund 63 % des Eisens in der Vorsperre ausgefällt wurden. Nach der Hauptsperre in Bräsinchen hat sich die Eisenbelastung um 93 % verringert.

Auf Grund ihrer hohen Wirksamkeit sollen die Bekalkungs- und Beflockungsanlagen weiter betrieben werden. Um Freiraum für den künftig anfallenden Eisenhydroxidschlamm (EHS) zu schaffen, ist nunmehr die Beräumung der Vorsperre notwendig. Diese erfolgt in zwei Phasen. Im ersten Schritt werden die Uferbereiche beräumt. Diese Sofortmaßnahme wird im Auftrag der LMBV durch die Firma Tief- und Wasserbau Boblitz GmbH (TWB) realisiert. Durch das LUGV wird in der zweiten Phase die aufgelandete Insel abgetragen und der zentrale Bereich der Vorsperre beräumt.

In der ersten Phase saugen zwei Schwimmbagger den EHS auf. Der Schlamm wird durch eine schwimmende Rohrleitung zu einer Separationsanlage transportiert. Diese steht innerhalb der Baustelleneinrichtung am Ufer der Vorsperre. Hier erfolgt mittels eines groben Siebes die Aushaltung organischen Materials. Der EHS gelangt anschließend in einen der zwei Entwässerungsanlagen (Dekanter, Zentrifuge). Hier wird er so weit getrocknet, dass er stichfest in Container verladen werden kann. Der Transport erfolgt dann auf die Deponie der RVS Reststoffverwerungs- und Altlastensanierungs GmbH nach Lauta. Dazu werden zwei LKW im Pendel im Einsatz sein.

Während der Laufzeit der Maßnahme bis Ende des ersten Halbjahres 2015 werden rund 30.000 m³ EHS gefördert und entsorgt. Anschließend erfolgt der Rückbau der temporär errichteten Anlagen.

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