LR: Zeitung berichtet über messbare Erfolge im Kampf gegen braune Spree

Ende April auch Entwurf eines Gesamtkonzeptes für längerfristige Strategien durch LBGR erwartet

Cottbus. Die Lausitzer Rundschau berichtet in ihrer Online-Ausgabe am 24.03. 2017, dass die bergbaubedingten Eisenockerbelastungen der Spree in den vergangenen zwei Jahren messbar zurückgedrängt wurden. Das habe Eckhard Scholz, Bereichsleiter Technik der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft am Donnerstag vor dem Brandenburger Braunkohlenausschuss in Cottbus vorgetragen.

Durch die Wasserreinigungslage Vetschau und Absatzbecken in Eichow sei der Zustrom von Eisen aus dem benachbarten Sanierungsgebiet in den Spreewald deutlich reduziert worden. Die Eisenfracht sei um zwei Drittel minimiert worden. Außerdem seien 87.000 Kubikmeter Ockerschlamm bei der Beräumung von 47 Kilometern Spreewaldfließ entfernt worden.

Scholz verwies auch auf Erfolge durch verschiedene Maßnahmen der LMBV oberhalb der Talsperre Spremberg auf sächsischem Gebiet. Auch die Vorsperre funktioniere gut als „Eisenfalle“ durch Ausflockung von Eisenocker. Im sächsischen Teil der Lausitz, wo der größte Zustrom von Eisen und Sulfat aus Kippenböden in die Spree erfolgt, werde die Errichtung eines Brunnenriegels und einer mobilen Behandlungsanlage fortgesetzt. Damit soll stark belastetes Grundwasser von der Spree ferngehalten werden.

Die LR berichtet weiter: „Das Brandenburger Landesbergamt kündigte an, dass Ende April der Entwurf eines Gesamtkonzeptes für eine längerfristige Strategien zum Umgang mit der Eisen- und Sulfatbelastung der Spree vorgelegt werden wird. Dabei gehe es um einen strategischen Gesamtplan, der in Zusammenarbeit mit Sachsen und Berlin entsteht.“ Eisenocker entstehe durch chemische Reaktionen in Kippenböden beim Wiederanstieg des Grundwassers. Das Sulfat stamme aus den Grubenwasserreinigungsanlagen des aktiven Bergbaus und aus den Bergbaufolgeseen in der Lausitz. „Fachleute gehen davon aus, dass die Belastung der Spree mit Ocker und Sulfat noch über viele Jahre anhält.“

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