MWE: Minister Christoffers: Zehn-Punkteprogramm gegen Verockerung erfolgreich angelaufen

Brandenburgs Wirtschaftsminister Christoffers informierte sich bei LMBV über den Einsatz eines Bekalkungsschiffes

Schlabendorf. Vor der Sitzung der Landesregierung im Rahmen von „Kabinett vor Ort“ hat sich Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers heute über den Einsatz des Bekalkungsschiffes auf dem Schlabendorfer See informiert. Der Einsatz des Schiffes gehört zu den zahlreichen Sofortmaßnahmen im Rahmen des 10 Punkteprogramms „Saubere Spree“, das umgesetzt wird, um die Eisenbelastungen der Lausitzer Gewässer zu senken.

„Mittlerweile können wir sagen, dass die Schlammberäumungen mehrerer Gräben so-wie die Einrichtung von Konditionierungsanlagen und Absetzbecken dazu geführt haben, dass die Belastung der Gewässer durch Eisen bzw. Eisenhydroxid zurückgegangen ist. Dies ist ein Erfolg der Zusammenarbeit der Behörden, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft und dem Aktionsbündnis “Klare Spree“. Dessen Forderungen konnten so weitgehend berücksichtigt werden“, sagte der Minister bei seinem Besuch.

Christoffers nannte als Maßnahmen im Raum Schlabendorf beispielhaft die 12,5 km Beräumung von Abschnitten der Wudritz und der Ragower Kahnfahrt, die Behandlung des Lichtenauer Sees sowie die Errichtung einer Wasserbehandlungsanlage am Lorenzgraben. Gegenwärtig erfolgt auch die sogeannte „Inlake-Behandlung“ des Schlabendorfer Sees. „Weitere Maßnahmen werden im Herbst umgesetzt. Dazu zählen der weitere Ausbau der Grubenwasserreinigungsanlage bei Vetschau und die Beräumung des Greifenhainer Fließes. Ziel ist es, ein Schutzsystem zu errichten, das die Eisenfrachten in den Wasserläufen der Region auch in den nächsten Jahren zuver-lässig beseitigt“, sagte der Minister.

Durch die Inlake-Behandlung im Lichtenauer See kann das Wasser mit einem pH-Wert von ca. 7 und Eisen-gesamt–Werten von ca. 1 mg/l in die Vorflut abgeleitet werden. Des Weiteren sind seit Anfang Juli 2013 die Werte für Eisen gesamt im Vetschauer Mühlenfließ unterhalb der GWRA kleiner als im Zulauf. Die Werte unterhalb der GWRA liegen bei < 2,5 mg/l. Allerdings tragen dazu neben der Reinigungsleistung der Anlage gegenwärtig auch die in den Sommermonaten geringere Abflussmenge aus dem Gebiet sowie die wärmeren Temperaturen bei.

Das Wasser in den Lausitzer Fließen und in der Spree färbt sich ab einer Eisenkonzentration von 3 mg/Liter braun. Derzeit werden Werte bis zu 20 mg/Liter im Bereich der Wudritz (Ragower Kahnfahrt im Mai 2013) und 7 mg/Liter im Bereich der Spree bei Spremberg gemessen. Täglich wird nach Einschätzung von Gutachtern eine Eisenfracht bis zu 6,8 Tonnen in der Spree Richtung Talsperre Spremberg und zwischen  2  und 4,6 Tonnen im Südumfluter eingeleitet.  Eine deutliche Reduzierung der Frachten wird es jedoch erst geben, wenn die Maßnahmen der Programme in Brandenburg und Sachsen umgesetzt sind und wirken. Dies wird noch einige Zeit andauern.

Quelle: PM des MWE vom 17.09.2013

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