Spree bei Bühlow: Ministerin Tack besuchte LMBV-Baustelle für Beflockungsanlage an der Spree

Beflockungsanlage an der Spree im Einfahrbetrieb

Bräsinchen/Bühlow. Für die Arbeiten an der Wasserseite der Staumauer musste der Wasserspiegel der Talsperre Spremberg in den zurückliegenden Wochen auf 89,0 m über NN abgesenkt werden. Das geschah langsam, damit die Badestrände am Stausee möglichst lange genutzt werden konnten. Außerdem half dies, ein Muschelsterben zu vermeiden. Wandern doch die Muscheln der Wasserabsenkung quasi hinterher. Damit der Absenkung des Wasserspiegels eine kürzere Verweildauer des Wassers in der Talsperre verbunden ist, wurden in Vorbereitung der Reparaturen an der Staumauer auch Maßnahmen zur Erhöhung des Eisenrückhalts in der Talsperre ergriffen. So soll verhindert werden, dass das Eisen aus den im Oberlauf der Spree liegenden Bergbaugebieten in die Talsperre gelangt und in Richtung Cottbus austritt.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) installierte dazu in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) und dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) zum einen an der Vorsperre eine Beflockungsanlage, die für das schnellere Absetzen des Eisenschlamms sorgen soll. Zum anderen fördert eine Bekalkungsanlage oberhalb der Vorsperre bei Spremberg-Wilhelmsthal das Ausfällen und Absetzen des Eisenockers durch Steigerung des pH-Wertes.

Die Beflockungsanlage wurde im Auftrag der LMBV von der Fa. GIP errichtet. Seit dem 08.08.2014 befindet sie sich im Einfahrbetrieb und soll zum 1. September in den Regelbetrieb überführt werden. Über die Anlage werden dosiert rund 125 Kilogramm eines behördlich zugelassenen Beflockungsmittels pro Tag entsprechend den Durchflussmengen der Spree bei Bühlow zugesetzt. Der Einfahrbetrieb der Bekalkungsanlage ist für den 25.08.2014 vorgesehen. Ab dann sollen bis 15.000 Kilogramm Weißfeinkalk täglich dosiert der Spree zugesetzt werden, um bessere Reaktionsbedingungen zum Eisenabsetzen vor der Vorsperre zu erreichen. Das Vorratssilo bei Spremberg-Wilhelmsthal fasst bis zu 48 Kubikmeter Kalk.

Quellen: Medieninformation des MUGV v. 18.08.2014 (angepasst) / LMBV-Daten v. 18.08.2014

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