VEM: Eisenhydroxid - Vom bergbaulichen Restrohstoff zum nachgefragten Produkt

Vattenfall arbeitet eng mit der Produktions- und Umweltservice GmbH Lauta bei Verwertung von reinem Eisenhydroxid zusammen

Cottbus. Drei Millionen Liter glasklar aufbereitetes Wasser flie├čen st├╝ndlich zwischen B├Ąrwalde und Neustadt in die Spree. Es gelangt von der Grubenwasserbehandlungsanlage (GWBA) Tzschelln des Tagebaus Nochten nach chemisch-physikalischer Aufbereitung in den Fluss.

Pro Tag fallen hier auch bis zu 3.500 Kubikmeter alkalisches Eisenhydroxidwasser an. Seit 2009 nimmt die Produktions- und Umweltservice GmbH Lauta (PUS) einen Teil dieses bergbaulichen Restrohstoffes ab und verarbeitet ihn vor Ort mit zwei Siebbandpressen zu Filterkuchen. Im vergangenen Jahr wurde die Aufbereitungsanlage erheblich erweitert. Jetzt kann unmittelbarer an der GWBA alles anfallende Eisenhydroxidwasser mit f├╝nf Pressenentw├Ąssert werden. Der Filterkuchen hat einen Wassergehalt von 75 Prozent. Im Jahr gelangen 50.000 Tonnen Filterkuchen per LKW nach Lauta. Die Anlagen in Tzschelln wie auch in Lauta arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb.

Gesch├Ąftsf├╝hrer Dr. Matthias Leiker erkl├Ąrt: ÔÇ×2005 waren in Lauta sechs Mitarbeiter besch├Ąftigt. Heute sind es in Summe mit Tzschelln 65. Der Bedarf an Produkten aus Eisenhydroxid ist gestiegen und so konnten wir wachsen. Wir haben den Fu├č rechtzeitig in eine T├╝r bekommen, die einen Markt f├╝r spezielle Anwendungen ├Âffnet.ÔÇť Wichtigstes Produkt ist FerroSorp. Es wird in drei verschiedenen Konsistenzen hergestellt: als Pellets, Granulat und Pulver. Eingesetzt werden die FerroSorp-Produkte in der Biogasaufbereitung, in Kl├Ąr- und Industriegasanlagen, bei der Regenwasseraufbereitung oder f├╝r Aquarienfilter.

In Summe stellt die PUS 17.000 Tonnen Trockenprodukte im Jahr her, davon etwa 80 Prozent f├╝r den Einsatz in Biogasanlagen. Dr. Leiker ist zuversichtlich: ÔÇ×Es gibt noch ein gro├čes Entwicklungspotenzial. Wir k├Ânnen uns vorstellen, mit dem Bergbauunternehmen weiter zusammen zu arbeiten und weitere Anlagen zu bauen.ÔÇť

Quelle: Vattenfall-Newsletter MINING & GENERATION vom Januar 2015 | Jahrgang 5 | Nummer 48

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