Ufersicherung Markkleeberger See und Erschließung Seepromenade – 1. SpatenstichSeepromenade am 15. November 2003

Espenhain. Bereits am 1. August 2003 begann am Nordufer des Markkleeberger Sees im Rahmen der bergbaulichen Grundsanierung die Maßnahme „Böschungssicherung durch Gabionen und Stützwände“.

Östlich der Bornaischen Straße erfolgt der Bau einer 400 Meter langen Stützwand aus Stahlbeton zur Ufersicherung des künftigen Weges auf einem Höhenniveau zwischen + 119 und + 114 mNN. Die Winkelstützwand wird von 1,7 bis 3,0 Meter hoch sein, der Endwasserspiegel des Markkleeberger Sees wird bei + 113 mNN liegen.

In westliche Richtung wird zur Ufersicherung eine 444 Meter lange Gabionenwand aufgebaut. Deren Höhe beträgt 2 Meter (freistehende Höhe 1,5 Meter). Die Wand ist 1,5 Meter breit.

Die Sanierungsmaßnahme wird voraussichtlich bis 31. März 2004 abgeschlossen. Projektträger ist die LMBV, Auftragnehmer und Bauausführender ist die STRABAG.

Gleichzeitig mit dieser Maßnahme erfolgt durch die STRABAG im Auftrag der Stadt Markkleeberg mit dem heutigen 1. Spatenstich die Erschließung der Seepromenade.

Informationen zum Sanierungstagebau Espenhain

Der Tagebau Espenhain wurde seit seiner Stilllegung Ende des Jahres 1993 mehr und mehr zur Großbaustelle: die nicht mehr benötigte Tagebauinfrastruktur wurde komplett zurückgebaut; rund 54 Millionen Kubikmeter Sanierungsabraum wurden mit Tagebaugroßgeräten gewonnen, gefördert und verkippt – mehr als 30 Kilometer lange Böschungssysteme sind damit flutungs- und dauer-standsicher gestaltet worden.

Sanierungsschwerpunkte Tagebaurestloch Markkleeberg:

- Böschungssanierung der Uferbereiche (ca. 7,5 km Länge) und Wegebau erfolgt seit 1995

- Flutungsbeginn: 20. Juli 1999; das Wasser kommt über eine rund 25 Kilometer lange Rohrleitung aus dem MIBRAG-Tagebau Profen – ca. 30 m³/Minute.

Grundlage der Wasserzuführung bildet Wasserlieferungsvertrag MIBRAG – LMBV zur Gewährleistung einer schnellen qualitätssicheren Flutung und zur vorzeitigen Nutzungsverwirklichung gegenüber Eigenaufgang mit Grundwasser

- Wasserfläche: 250 ha / Seevolumen: 60,7 Mio. m³ / Wassertiefe: max. 58 m

- Endwasserstand von + 113 mNN wird voraussichtlich im Jahr 2005 erreicht, aktueller Wasserstand +106,72 mNN; pH-Wert 7,5

Sanierungsleistungen 2004 und Folgejahre:

- Ufersicherungsmaßnahmen

- Aufforstungen

- Pflege von Forstflächen

- Wegebau

- Maßnahmen zur Wiederherstellung des Vorflutsystems entspr. Wasserrechtsantrag

- Herstellung des Auslaufbauwerkes vom Markkleeberger See in die Kleine Pleiße

Weitere wichtige Sanierungsmaßnahmen im Tagebau Espenhain:

- zwischen 1996 und 1999 Schüttung des Riegeldammes/Landbrücke mit Tagebaugroßgeräten; dient neben der Abriegelung der Seen Markkleeberg und Störmthal zur Aufnahme der in Bau befindlichen A 38

- standsichere Gestaltung der Böschungen des Störmthaler Sees;

wichtige Maßnahme: Sicherung der Steilböschung unterhalb der Ortslagen Güldengossa und Störmthal (Sicherheitspfeiler Nord) mit 20 Mio. m³ Erdmassen

- seit August 2002 erfolgt der Ausbau der Gewässerverbindung zwischen den künftigen Seen Markkleeberg und Störmthal; Der Kanal wird 800 Meter lang, bis zu 160 Meter breit und je nach Geländeniveau zwischen 10 und 20 Metern tief . Die Wasserspiegelbreite wird durchschnittlich 20 Meter betragen, die Wassertiefe im Kanal liegt bei etwa 2 Metern. Künftig soll Segelbooten mit einer Masthöhe von 8,65 Metern die Durchfahrt gewährleistet werden. Durch den Einbau einer Schleuse (außerhalb LMBV-Verantwortung) wird damit nach Erreichen der Endwasser-stände eine wassertouristische Nutzung gewährleistet. Eine 60 Meter lange Autobahnbrücke überspannt künftig den Gewässereinschnitt.

- Flutungsbeginn Störmthaler See am 13. September; zwischen 30 und 45 m³/min Wasser können über den Rohrleitungsverbund aus den Tagebauen Schleenhain und Profen eingeleitet werden. Der Endwasserstand von + 117 mNN wird voraussichtlich im Jahr 2010 erreicht

Für den Sanierungstagebau Espenhain werden im Zeitraum 1993 bis Ende 2004 finanzielle Mittel in Höhe von 204,6 Millionen Euro im Rahmen des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung aufgewendet.

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