LMBV-Flutungsbeginn für Berzdorfer See nicht vor Januar

Senftenberg. Der ehemalige Tagebau Berzdorf in Ostsachsen kann voraussichtlich nicht vor Januar mit Wasser aus der Neiße geflutet werden. Wegen des trockenen Wetters der vergangenen Monate konnte auch der Probelauf der Flutungsanlage noch nicht beginnen, teilte die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) auf Anfrage mit. Ursprünglich sollte bereits im Mai das erste Neißewasser in den früheren Tagebau südlich von Görlitz fließen.

Derzeit ist nach Angaben des zuständigen Projektmanagers Hans-Jürgen Zücker in dem Bergbaufolgesee erst ein Wasserstand von rund 11 Metern erreicht. Der Probelauf der seit Monaten fertig gestellten Flutungsanlage kann aber erst bei 11,50 Meter Wasserhöhe beginnen.

Mit dem Erreichen dieser Marke rechnet die LMBV für Ende November. Pressesprecherin Petra Hinkelmann zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass der Zeitplan für das gesamte Projekt nicht gefährdet ist. Die derzeitige Verzögerung könne über die insgesamt vierjährige Flutungsdauer voraussichtlich ausgeglichen werden. Auch gehe die Entwicklung um das eigentliche Flutungsgebiet herum unvermindert weiter. Seit November 2002 speist bereits die Pließnitz den künftigen Berzdorfer See. Bis 2008 soll in dem Gebiet ein 950 Hektar großes Freizeit- und Wassersportgebiet entstehen.

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