Erste Bauetappe am Kanal Koschen - Skado geschafft
Motoren können schon angelassen werden - Skater starten mit

Senftenberg: Nach zehnmonatiger Bauzeit wurden heute offiziell die Arbeiten am Brückenbauwerk über ersten Überleiter im Lausitzer Seenland planmäßig abgeschlossen. Am 26. September 2003 um 10:00 Uhr haben die Bürgermeister der Stadt Senftenberg und der Gemeinde Elsterheide gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Brandenburg der LMBV, Manfred Kolba, das Band über der neuen Brücke durchschnitten.

Im ersten Schritt wird die Brücke für eine künftige Nutzung freigegeben. Sie verbindet die Wirtschaftswege innerhalb der Seenkette mit Geierswalde. Vorrangig wird damit die Zufahrt für Betriebs- und Feuerwehrfahrzeuge gewährleistet.

Weiterhin bietet sich nun die Möglichkeit, in begrenzten Zeiträumen mit Sondergenehmigung, touristische Veranstaltungen durchzuführen. Als erste Aktion dieser Art werden rund 500 Skater im Rahmen eines von der Fa. GAB organisierten Meetings am 27. September 2003 über die Brücke rollen.

Staatssekretärin Andrea Fischer vom Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, die gemeinsam mit dem Brandenburger Kollegen Schmitz-Jersch im November 2002 den 1. Spatenstich für das Bauwerk vorgenommen hatte, betonte aus diesem Anlass: “Mit der Brücke über den Kanal wächst die Lausitzer Seenkette weiter zusammen. Die länderübergreifende Tourismusentwicklung erhält damit einen wichtigen Impuls. Die Skaterrundfahrt am Sonnabend ist ein kleiner Vorgeschmack über die vielfältigen künftigen Erholungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten an der Seenkette.”Kernstück des Überleiters ist das Brückenbauwerk mit Wehranlage, das jetzt übergeben wurde. Die Brücke ruht auf zwei Pfeilern und hat eine Gesamtlänge von 29,7 Meter. Zwischen den Pfeilern befindet sich das Wehr mit einer lichten Weite von 6,00 Meter. Bei voll gezogenem Wehr bis auf eine Hubhöhe von 6,75 Meter ergibt sich bedingt durch die Brücke, bei einem künftigen Endwasserstand von 101 mNN, eine nutzbare Höhe von 3,30 Meter für die Schifffahrt.

Der neue Kanal hat eine Länge von 1.150 Meter. Der Ausbau erfolgt in einer naturnahen Gestaltung unter Einbau von Flachwasserbereichen. Bei einer Gesamtbreite von 36 Meter beträgt die Sohlbreite noch vier Meter. Die Böschungen wurden mit einer Neigung von 1 zu 3,5 hergestellt. Der Ausbau des Kanals mit Geotextil und Wasserbausteinen erfolgte ebenso wie der Bau der Brücke mit der Wehranlage durch die Firma Tief- und Wasserbau Boblitz.

Zurück