LMBV-Schaufelradbagger auf letzter Fahrt

Senftenberg: Am 29. August 2003 um 9.00 Uhr startet der Schaufelradbagger SRs 1500 der LMBV im ehemaligen Tagebau Meuro bei Senftenberg zu seiner letzten Fahrt. Der SRs 1500 (mit der DDR-Nr. 1473) wird wegen seiner blauen Farbe auch “Blaues Wunder” genannt. Er wurde 1964/65 durch das Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk gebaut. Er kam im Tagebau Meuro im Vorschnitt zum Einsatz, d.h. seine Aufgabe bestand darin, den Abraum bis zu der Höhe abzutragen, den dann die im Tagebau eingesetzte Förderbrücke mit ihren Baggern bewältigen konnte. 1986 / 87 war er im Tagbau Welzow-Süd eingesetzt.

Nach dem Ende des aktiven Bergbaus im Tagbau Meuro wurden mit dem SRs 1500 die für die Schließung des Südrandschlauches notwendigen rund 40 Mio. m³ Massen aufgenommen, über eine Bandanlage transportiert und durch den Absetzer As 1096 verstürzt. Mit dem Abschluss der Maßnahme Ende 2002 war das aktive Arbeitsleben des Schaufelradbaggers beendet.

Die Städte Senftenberg und Großräschen sowie die Gemeinde Schipkau haben sich entschlossen, gemeinsam dieses letzte Tagebaugroßgerät des Senftenberger Reviers zu erhalten. Es soll als Landmarke in der Nähe des Eurospeedway Lausitzring vom einstigen Braunkohlebergbau zeugen.

Um an seinen künftigen Standort zu gelangen, muss der SRs 1500 eine rund 8,5 km lange Strecke durch den ehemaligen Tagebau Meuro zurücklegen. Auf dem Weg werden Betriebsstraßen und LMBV-eigene Gleise gequert. Der öffentliche Verkehr wird nicht beeinträchtigt.

Der Transport wird im Zeitraum 29. August bis 15. September 2003 durch das Sanierungsunternehmen BUL Brandenburg durchgeführt.

Technische Daten:
SRs 1500 Schaufelradbagger Raupenfahrwerk schwenkbar
1500 dm³ Gesamtinhalt je Schaufel
Bau-Nr. 258
DDR-Nr. 1473
Baujahr 1964/65
Gesamtlänge ca. 171,5 m
Größte Höhe ca. 50 m
Gesamtmasse ca. 3850 t
Energiezuführung 6 KV DS
Installierte Leistung 5555 kW
Schaufelraddurchmesser 12500 mm
Anzahl der Schaufel 10
Anzahl der Raupen 6
Fahrgeschwindigkeit 6 m/min
Maximale Schnitthöhe 35 m
Maximale Schnitttiefe - 15 m

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