Es fließt momentan gar kein Spreewasser in die Lausitzer Kohlelöcher

Berlin. LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber: „Entgegen anderslautenden Meldungen der Deutschen Umwelthilfe in „BILD“ vom 22.08.2003 (Seite 5) ist die vermeintliche Flutung von Lausitzer Tagebauen nicht der Grund für den gegenwärtigen Wassermangel in der Spree.“

Grundsätzlich richtig ist: Die Spree führt wenig Wasser. Steinhuber weiter: „Daher wurde bereits am 17.04.2003 die Wasserentnahme zur Flutung in der Lausitz eingestellt. Gründe für das Sinken der Spreepegel sind die lang anhaltende Frostperiode, die geringen Niederschläge und die bereits frühzeitig beginnende Hochsommerlage.“ Daher hat die LMBV außerdem über die Flutungszentrale Lausitz in Zusammenarbeit mit den Behörden in Sachsen und Brandenburg bereits am 12. Juni 2003 mit der Niedrigwasseraufhöhung der Spree begonnen. Dieser Zeitpunkt liegt im Vergleich zum Vorjahr um sieben Wochen früher.

Gleichzeitig geben die produzierenden Tagebaue in der Lausitz kontinuierlich Grubenwasser in die Spree ab.
Spreewasser wird lediglich in Hochwasserspitzenzeiten im Frühjahr und Herbst in die Berg-baufolgeseen der LMBV unter Beachtung des Mindestabflusses entsprechend den vorliegenden wasserrechtlichen Erlaubnissen zur Flutung an wenigen Tagen im Jahr genutzt. 2003 kamen dabei bisher rund 12 Mio. Kubikmeter aus den eigenen Sümpfungen der LMBV-Sanierungstagebaue.

Zum Hintergrund: die ausgekohlten bzw. stillgesetzten Tagebaue der LMBV müssen zügig und sicher saniert werden. Um das Hohlraumdefizit auszugleichen, dass der Abbau der Braunkohle hinterlassen hat, müssen die Restlöcher mit Wasser geflutet werden, um mit dem Wassergegendruck die Böschungen stabil zu halten, die Qualität der Gewässer beein-flussen zu können und den Grundwasserhaushalt langfristig wieder auszugleichen. Die LMBV hat im ersten Halbjahr 2003 (vor allem in den Monaten Januar bis März) nur rund 51 Mio Kubikmeter Wasser in die Bergbaufolgeseen eingeleitet. Dies ist weniger als die Hälfte des im wasserreicheren Jahr 2002 genutzten Wassers.

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