Restsee Skado füllt sich weiter
Außerbetriebnahme der Wasserhaltung Restloch Skado am 4.07.2003

Berlin/Senftenberg: Mit der Außerbetriebnahme der Wasserhaltung Restloch Skado am 4. Juli 2003 wird der seit fast 25 Jahren gehaltene Status quo des Wasserstandes beendet. Der Wasserstand des Restsees Skado kann sich durch zufließendes Grundwasser seinem geplanten Ziel nähern.
Im Jahr 1939 begann mit der Entwässerung und Aufschlussbaggerung die Betriebszeit des Tagebaus Skado, nordöstlich von Senftenberg. Bis zu seiner Stilllegung 1977 wurden rund 240 Mio. t Braunkohle gefördert. In dieser Zeit wurden ca. 2.000 ha Land in Anspruch genommen. Als Folge des Bergbaus entsteht ein Restsee mit einer Wasserfläche von 1.120 ha.

Nach der Stilllegung 1977 füllte sich das Restloch durch aufsteigendes Grundwasser. 1979 wurde bei einem Wasserstand von 94.2 m NN die Wasserhaltung Skado in Betrieb genommen. Sie diente rund 24 Jahre der Einhaltung des Grenzwasserstandes. Mittels einer Kreiselpumpe und zusätzlichen 2 Söffelpumpen wurden ca. 18 m³/min Grubenwässer gehoben und über Rohrleitungen und Gräben der Flusskläranlage Laubusch zugeführt. In der Kläranlage erfolgte unter Zusatz von Kalkmilch die Neutralisation der sauren und eisenbe-lasteten Grubenwässer. Das gereinigte Wasser wurde über einen Graben in das Restloch Kortitzmühle, weiter in das Restloch Laubusch und von da aus der Vorflut der Schwarzen Elster zugeführt.

Der Geotechnische Status quo von 1979 bis zum 4. Juli 2003 mit einem Grenzwasserstand von 94,2 m NN war notwendig, um die setzungsfließgefährdete Uferböschungen mittels Spreng- und Rütteldruckverdichtung zu sichern. Die Böschungssanierung ist nunmehr soweit abgeschlossen, dass die Flutung des Restloches durch das Abstellen der Wasserhebung fortgesetzt werden kann. Bis Mai 2004 werden die Restarbeiten der Böschungssicherung und Gestaltung abgeschlossen.

Der Restsee Skado wird zukünftig mit seinen schiffbaren Verbindungen zu den anderen Seen, eine „Perle“ der Lausitzer Seenkette sein. Zwischen Senftenberg und Hoyerswerda wird eine Kette aus neun miteinander verbundenen Seen entstehen, die zu neuen Potenzial der Lausitz wird. Der Fortsetzung der Flutung des Restloches Skado ist ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg dorthin.

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