Papierfabrik Schwarze Pumpe kommt

Investoren haben Kaufvertrag über 43 Hektar Fläche unterschrieben

Berlin/Spremberg. Am 14.02.2003 wurde der Kaufvertrag zwischen dem Investor für die Papierfabrik Schwarze Pumpe sowie den Flächenverkäufern LMBV und Vattenfall über eine Fläche von 43 Hektar bei einem Senftenberger Notar beurkundet. Damit kommt das Projekt einen weiteren, großen Schritt nach vorn.

Prof. Dr. Kurt Häge, Sprecher des Vorstandes der Vattenfall Europe Mining AG betont in diesem Zusammenhang: "Das ist ein weiterer Meilenstein zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung des Industriestandortes Schwarze Pumpe. Wir begrüßen das Entstehen neuer Arbeitsplätze hier in der Lausitz und leisten dazu als Unternehmen die nötige Unterstützung bei der Ansiedlung."

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu wertet dies mit den Worten: "Die beabsichtigte Ansiedlung einer modernen Papierfabrik ist ein weiterer Erfolg der LMBV bei der Entwicklung und Vermarktung ausgewählter ehemaliger Braunkohlenindustrie-Standorte. Dies war nur möglich, weil alle Partner, insbesondere die ZukunftsAgentur Brandenburg und die Vattenfall Europe Mining AG sowie die Kommune Spremberg eng und zielorientiert zusammen gearbeitet haben. Wir werden diesen Weg der Revitalisierung von Industrie-Altstandorten konsequent fortsetzen. "Weiter heißt es: "Wie in Schwarze Pumpe, so schafft die LMBV auch an anderen traditionellen Standorten des Bergbaus im Rahmen ihres Gesellschaftsvertrages die Voraussetzungen für die Ansiedlung von Investoren. Weitere Informationen sind dazu unter www.Lausitz-Industrieparks.de zu finden."

Vermittelt durch die ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) wurden seit dem zweiten Halbjahr 2000 mit dem Unternehmen W. Hamburger AG erste Gespräche geführt. Diese hatten das Ziel, eine Industrieansiedlung am Standort Schwarze Pumpe zu sichern. Das Projekt ist durch die ZAB koordiniert und intensiv begleitet worden.

Die LMBV verhandelt seit diesem Zeitpunkt gemeinsam mit der Vattenfall Europe Mining AG (LAUBAG) und der Altstadtsanierungsgesellschaft Spremberg mbH (ASG)/SVZ den Verkauf einer ca. 43 ha großen Fläche mit der W. Hamburger AG, Aspangerstraße 252 aus A-2823 Pitten (Österreich), zur Ansiedlung einer Papierfabrik.

Damit ist die Schaffung von 277 primären Arbeitsplätzen sowie weiteren Folgearbeitsplätzen, insbesondere im Transport und Dienstleistungssektor verbunden. Als Käuferin tritt eine konzernrechtlich mit der W. Hamburger AG verbundene Gesellschaft auf. Die W. Hamburger AG wird dazu die Papierfabrik Spremberg GmbH & Co. KG mit Sitz in 03130 Spremberg/OT Schwarze Pumpe, An der Heide, gründen.

Dr. Detlev Dähnert, Sprecher der Projektgruppe Schwarze Pumpe: "Für Schwarze Pumpe soll diese Investition einen wichtigen Meilenstein in der weiteren Entwicklung des Standortes bilden. Wir gehen davon aus, dass die zu schaffenden Arbeitsplätze in der neuen Papierfabrik sowie im Transport- und Dienstleistungssektor neue Initiale setzen, um für weitere Investoren Zuversicht und Anreiz zu sein, diesen Standort aufgeschlossen zu bewerten und anzunehmen."

LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber: „Der Verkaufsgegenstand befindet sich am Traditionsstandort Schwarze Pumpe im Bereich der Altanlagen Kraftwerk Mitte, Kraftwerk Ost und Teilen des ehemaligen Gaswerkes. Diese Flächen werden gegenwärtig im Rahmen des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung nach unseren Grundsätzen saniert. Der Liegenschaftsanteil der LMBV an der Gesamtfläche beträgt ca. 37 Hektar. Nach Abschluss des Kaufvertrages wird die LMBV, gemäß den vertraglichen Vereinbarungen, eine abschnittweise Tiefenenttrümmerung des Baugrundstückes vornehmen und somit die Voraussetzungen schaffen, dass auf diesem Flächenanteil noch in diesem Jahr mit dem Bau der Anlagen für die Papiermaschine begonnen werden kann. Mit dieser Ansiedlung wird die LMBV auf ihrem Weg - Sanierung der Altbergbauflächen und gleichzeitige Schaffung von neuen Arbeitsplätzen - einen guten Schritt vorankommen. Es vor allem die industriellen Kernbereiche des ostdeutschen Braunkohlebergbaus, die einen besonderen Stellenwert einnehmen müssen, wenn es darum geht, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, weiter auszubauen und das Potential an qualifizierten und motivierten Arbeitskräften in eine neue Beschäftigung zu führen."

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