Aufgabenerledigung in der Bergbausanierung kommt zügig voran
Neuorganisation der LMBV greift / Fuhrpark wurde modernisiert

Berlin/Neue Länder. Die bundeseigene LMBV ist seit acht Jahren der Projektträger der Braunkohlensanierung in den Neuen Bundesländern. Bisher sind rund drei Viertel der Arbeiten erledigt worden. An den erreichten Arbeitsfortschritt ist auch die Organisationsstruktur des Unternehmens zum Jahresbeginn angepasst worden. Die neue Organisationsstruktur mit nunmehr noch rund 900 Mitarbeitern und 330 Auszubildenden ist dadurch gekennzeichnet, dass von jetzt ab wesentlich mehr Aufgaben zentral geleitet werden. Die bisher relativ selbständigen vier Länderbereiche werden als Sanierungsbereiche Brandenburg, Ostsachsen, Westsachsen/Thüringen und Sachsen-Anhalt ihre Arbeit fortführen.

Dies gilt auch für den neuen zentralen Bereich Sanierung, ehemals Bereich Technik, wo jetzt unter anderem die Genehmigungsplanungen der wasserwirtschaftlichen Vorhaben zentral geleitet werden. Gleichermaßen zentralisiert wird auch der Einkauf von Fremdleistungen, vor allem für die Ausschreibung und Vergabe von Sanierungsleistungen. Zentral geleitet werden auch die Verwaltung und Verwertung von Liegenschaften mit ihren vielschichtigen Schnittstellen. Nicht zuletzt zentral geführt werden ab 2003 das Personalmanagement für die Sanierung sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Personal-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Jürgen Wingefeld betonte in diesem Zusammenhang: "Wir sind zuversichtlich, dass die neue Struktur gut vorbereitet wurde und ihren Beitrag dazu leisten wird, unsere Aufgaben auch bei sich stark ändernden Rahmenbedingungen im Inhalt und Umfang weiterhin effizient zu erfüllen."

Für das Jahr 2002 kann nach den bisher vorliegenden Zahlen eine gute Bilanz gezogen werden. Sowohl im Geschäftsfeld Sanierung als auch in der Verwertung sind die Ziele erreicht worden. Das Sanierungsbudget von 425 Mio. Euro hat die LMBV zu 99 % umsetzen können. Die geringfügige Untererfüllung ist im Wesentlichen auf Verzögerungen im Projekt Terpe/Zerre sowie auf Verschiebungen von Arbeiten im Zusammenhang mit der Ansiedlung einer Papierfabrik in Schwarze Pumpe zurückzuführen. Auch bei §4-Maßnahmen kann mit 64 Mio. Euro eine solide Aufgabenerfüllung verzeichnet werden. "Vor allem im Lausitzer aber auch im Mitteldeutschen Revier haben wir an vielen unserer Standorte den Beginn der letzten Phase der Sanierung eingeleitet", so Pressesprecher Uwe Steinhuber.

Der erreichte Arbeitsfortschritt verdeutlicht anschaulich und eindrucksvoll den Wandel, der sich auch im Inhalt der Sanierungsarbeiten vollzieht. Betrug im Jahr 2002 der Anteil der bergmännischen Grundsanierung an den Gesamtkosten noch 42 Prozent, so geht er im Jahr 2003 auf 30 Prozent zurück. Der Anteil der wasserwirtschaftlichen Maßnahmen an der Arbeit der LMBV mit nunmehr ebenso 30 Prozent weist die bergmännische Grundsanierung auch finanziell auf Platz zwei zurück. "Zur Bewältigung dieser und anderer Umbrüche im Inhalt und im Umfang unserer Arbeiten sind wir erfreulicherweise gut vorbereitet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung der Organisationsstruktur unseres Unternehmens. Das Arbeitsjahr 2003 starteten wir rechtzeitig und planmäßig in dieser neuen Organisationsstruktur", unterstreicht der Vorsitzende der Geschäftsführung Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu. "Der Entwurf dieser neuen Struktur im Jahr 2001, ihre inhaltliche Gestaltung und Präzisierung in 2002, insbesondere die intensiven Auseinandersetzungen zur Vermeidung von Schnittstellenproblemen verlangten bereits von allen Mitarbeitern eine hohe Aufmerksamkeit."

Im vergangenen Jahr hat die LMBV mit dem Tarifpartner IG BCE und mit den Vertretern der Belegschaft eine Reihe personalpolitisch wichtiger Vereinbarungen abschließen können. Der Tarifvertrag über die Entgelte für den Zeitraum ab 1. Mai 2003 wird erstmalig nicht mehr zusammen mit den produzierenden Unternehmen wie LAUBAG und MIBRAG, sondern im Rahmen eines firmenbezogenen Verbandstarifs verhandelt und abgeschlossen. Des Weiteren konnte der Entgelttarifvertrag mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2003 modernisiert und im Manteltarifvertrag einige erforderliche Anpassungen, wie die Umwandlung von Deputatansprüchen in vermögenswirksame Leistungen und Altersvorsorgesysteme vereinbart werden. Positiv war darüber hinaus der Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplanes für die Beschäftigten der LMBV für eine Laufzeit von 2003 bis 2007, der ebenso ein Novum in der Geschichte der LMBV darstellt. Damit wird Planungssicherheit im Personalanpassungsprozess geschaffen. "Im letzten Jahr haben wir ferner der beruflichen Neuorientierung der von Kündigung betroffenen Mitarbeiter einen höheren Stellenwert einräumen können als in der Vergangenheit. Dies werden wir auch in Zukunft fortsetzen", so Arbeitsdirektor Jürgen Wingefeld.

Zur Sicherung der nötigen Mobilität der Mitarbeiter des Unternehmens wurde der Fuhrpark der LMBV im Wege einer europaweiten Ausschreibung kostengünstig erneuert. Zum Einsatz kommen jetzt analog zu Bundestag, Polizei oder Bundeswehr Leasingfahrzeuge. "Für den Einsatz in den Tagebauen an den mehr als 1.000 verschiedenen Einzelprojekten stehen nunmehr Geländewagen der Fa. Nissan zur Verfügung. Für Fahrten zwischen den verschiedenen Standorten von Berlin, Bitterfeld, Senftenberg, Borna bis Hoyerswerda können 3er BMW mit Dieselmotor genutzt werden", so Pressesprecher Uwe Steinhuber.

Mit freundlichem Glückauf

Uwe Steinhuber
Leiter Unternehmenskommunikation LMBV

Zurück