Die Flutung des Berzdorfer Sees aus der Pließnitz hat am 1. November 2002 begonnen

Görlitz. Die Flutung des Berzdorfer Sees aus der Pließnitz hat am 1. November 2002 um 12:00 Uhr begonnen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 15.02.2002 wurden die Voraussetzungen zur Flutung des ehemaligen Tagebaues Berzdorf geschaffen.

Intensive Bauarbeiten zur Errichtung des Einlaufbauwerkes sind seitdem realisiert worden. Die Zulaufanlage von der Pließnitz neben der Neiße als Einleitstelle in den künftigen Berzdorfer See befindet sich in der Endphase der Fertigstellung.

Eine ca. 2200 Meter lange Flutungsanlage, die aus einem Einlaufbauwerk, einem offenen Zulaufgraben und einer Flutungsrohrleitung in den künftigen See sowie Steuerungsanlagen besteht, wird errichtet. Die Baumaßnahmen wurden planmäßig am 31.10.2002 abgeschlossen.

Durch Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als Projektträger wurde mit der Planung die Dresdner Grundwasser Consulting GmbH beauftragt. An der Bauausführung waren die Firmen Steinle Bau GmbH Löbau, die BUL Sachsen GmbH, die Firma Fanalmatic GmbH sowie die ARGE BUL Brandenburg GmbH/TRAPP GmbH beteiligt. Die Planungs- und Bauausführungskosten für diese Anlage betragen ca. 3 Mio €.

Voraussetzung für die Abnahme zur Flutung ist die Einhaltung des ökologischen Mindestabflusses der Pließnitz von 400 l/s. Erst wenn diese Menge überschritten wird, darf Wasser zur Flutung des Sees genutzt werden. Auf der Grundlage des Bewirtschaftungskonzeptes des Dresdner Grundwasser Consulting (DGC) wird an über 250 Tagen im Jahr Wasser aus der Pließnitz zur Flutung zur Verfügung stehen. Die mögliche Maximalmenge von 2,5 m³ in der Sekunde wird aber nur an wenigen Tagen im Jahr zur Verfügung stehen.

Nach Beendigung der Flutung, im Jahr 2007 geplant, entsteht eine Wasserfläche von ca. 950 Hektar und eine maximale Wassertiefe von ca. 70 Metern.

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