Wasser aus der Schwarzen Elster für den Bergheider See

Schwarze Elster auch in Brandenburg zur Flutung von Bergbaufolgeseen nutzbar

Brieske. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) nimmt am 2. September 2002 den Überleiter von der Schwarzen Elster zum Restloch 28 in Schwarzheide in Betrieb. Dies ist ein weiteres notwendiges Bauwerk zur Umsetzung des Gesamtkonzeptes der Flutung von Bergbaufolgeseen in der Lausitz. Das Investitionsvolumen betrug rund 3 Mio. €. Es waren durchschnittlich 10 Arbeitnehmer, davon zwei geförderte Arbeitnehmer im Einsatz.

In rund einem halben Jahr Bauzeit ist eine Rohrleitung auf 1.725 Meter Länge verlegt worden. Damit wird es möglich, Wasser der Schwarzen Elster entsprechend einer wasserrechtlichen Genehmigung zu entnehmen und in das Restloch 28 zu leiten. Von hier wird eine Verbindung zum benachbarten Restloch 29 in Kürze fertiggestellt werden.

Das Restloch 29 ist wiederum über eine 16,3 km lange Flutungsleitung mit dem Bergheider See verbunden. Am 21. September 2001 war bereits der Start für die Flutung des Bergheider Sees, an dessen künftigem Ufer sich das Besucherbergwerk F 60 Lichterfeld wachsender Beliebtheit erfreut. Mit der Fertigstellung des Überleiters wird es künftig möglich, die Flutung des Bergheider Sees bei entsprechendem Wasserdargebot zu beschleunigen.

Die technischen Daten des Bauwerkes:

Durch den Auftragnehmer, die Dessauer Firma Echterhoff Bau wurden 1.725 m GFK-Rohr verlegt, davon 1.255 m durch unterirdischen Rohrvortrieb in 2 bis 4 m Tiefe. Auf eine Länge von 470 m erfolgte die Rohrverlegung im Verbau. Auf der Strecke waren der Binnengraben, die Bundesstraße 169 sowie eine Hochdruckgasleitung zu queren.

Das Einlaufbauwerk ist mit einer Betonschwelle ausgestattet, die die Wasserentnahme bei Niedrigwasser in der Schwarzen Elster verhindert.Am Auslaufbauwerk, das ebenfalls aus Beton besteht, befinden sich Schächte für einen Schieber, eine Vakuumpumpe zur Evakuierung der Luft aus der Leitung und für eine Durchflussmessung.

Die Anlage ist als Heberleitung für einen maximalen Durchfluss von 2 m³/s ausgelegt.

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