Medien melden: Bitterfeld trotz Dammbruch bisher trocken

In Bitterfeld brach ein Damm der Mulde. Der Pegel blieb aber stabil. Bitterfeld scheint von den Fluten zunächst verschont zu bleiben. Die Stadt Bitterfeld in Sachsen-Anhalt ist trotz eines Dammbruchs nicht überflutet worden. Der Pegel der Mulde hielt sich nach Angaben eines Sprechers des Katastrophenstabs am späten Donnerstagabend stabil.

Ein LMBV-Bergbauexperte erklärte, dass der Goitzsche-See bei Bitterfeld noch bis Freitagmittag Wasser aus der Mulde aufnehmen könne. Erst dann drohe eine Überflutung der 16.000-Einwohner-Stadt. Eine Evakuierung sei zunächst nicht nötig. Bundeswehrsoldaten waren damit beschäftigt, von der Mulde aus einen Graben zu einem stillgelegten Tagebau auszuheben. Dieser Tagebau könne bis zu 25 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen und Bitterfeld damit eine weitere Entlastung schaffen, sagte Mahmut Kuyumcu, Geschäftsführer der LMBV.

Landesumweltministerin Petra Wernicke sagte, dass von den Firmen im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen keine Umweltgefahr ausgehe. "Mir wurde glaubhaft versichert, dass alle Maßnahmen, die möglich waren, bereits in die Wege geleitet wurden." Die Anlagen seien zum Teil schon heruntergefahren worden. Die Chemiefabrik, die noch in Betrieb sei, könne im Notfall blitzschnell abgeschaltet werden, sagte die Ministerin.  Landesinnenminister Klaus Jeziorsky wollte eine Evakuierung von Bitterfeld dennoch nicht ausschließen. "Wir bekommen noch das Hochwasser aus Tschechien und von der Elbe", warnte er. am 15. August.

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