Flutung in der Lausitz entlastet Flüsse

Aktuelle Flutung der LMBV-Bergbaufolgeseen um das Dreifache erhöht

Berlin/ Brieske. In der "Flutungszentrale Lausitz" (FZL) in Brieske arbeiten die Mitarbeiter der LMBV mit Hochdruck an den Steueranweisungen für das Einleiten von Flusswasser. Dies ist ein aktiver Beitrag zum Hochwasserschutz. Wie der Leiter der FZL Eckhard Scholz mitteilte, wurden nach längerer Flutungsunterbrechung der Bergbaufolgeseen (wg. Trockenheit) aus den Flussgebieten der Spree und Schwarzen Elster die Flutungsanlagen der LMBV mit den einsetzenden Starkniederschlägen am gestrigen Tag durch die zuständigen Verantwortlichen der LMBV sowie den Betreibergesellschaften umgehend auf ihre Verfügbarkeit hin überprüft.

„In enger Abstimmung mit den Fachbehörden der Länder Brandenburg und Sachsen, der Hochwasserzentrale Bautzen sowie der Talsperrenmeisterei Spree konnten so noch am Montag die ersten Anlagen mit einer Gesamtentnahmekapazität von 5 m³/s in Betrieb genommen werden", präzisiert Scholz. Da die LMBV zurzeit eine Vielzahl von wasserwirtschaftlichen Bauvorhaben realisiert, galt ein weiterer Schwerpunkt der Sicherheit der Bauwerke und deren Baustelleneinrichtungen. So wurden technischen Ausrüstungen und Hilfsgeräte aus den unmittelbaren Gefahrenstellen geborgen und an kritischen Arbeitspunkten zusätzlichen Pumpstellen für die Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers errichtet, so informiert Scholz weiter.

LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber zur aktuellen Situation: „Durch die weitere Verschärfung der Niederschlagssituation wurden in Abstimmung mit den Hochwasserzentralen in Bautzen und Cottbus die Entnahmen aus den Vorflutern am heutigen Tag weiter erhöht. Auf Grund der zur Verfügung stehenden zeitnahen Informationen von den Messstellen in den Flussgebieten konnten die leistungsfähigen Flutungsanlagen vorausschauend auf die zu erwartenden Abflussmengen einreguliert werden. Aktuell entnimmt die LMBV aus dem Spreegebiet ca. 11 m³/s und aus der Schwarzen Elster ca. 4 m³/s. Darüber hinaus stehen weitere Entnahmekapazitäten vor allem im Spreegebiet zur Verfügung. Diese können in Abhängigkeit von der hydrologischen Situation kurzfristig genutzt werden."

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