Erste schiffbare Verbindung in der Lausitzer Seenkette kommt

Berlin/Brieske. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ist mit der Projektträgerschaft für den Bau der ersten schiffbaren Verbindung in der Lausitzer Seenkette vom Freistaat Sachsen beauftragt worden. Das Regierungspräsidium Dresden erteilte nunmehr eine Genehmigung nach § 9a Wasserhaushaltsgesetz zum vorzeitigen Baubeginn. Der zu bauende Überleiter ist für eine Kapazität von drei Kubikmetern Wasser pro Sekunde konzipiert.

Das gesamte Bauwerk wird rd. 3,3 Mio. Euro kosten und den Koschener mit dem Skadoer See verbinden. Insgesamt entstehen in den nächsten Jahren in der Seenkette neun Bergbaufolgeseen mit einer Gesamtwasserfläche von ca. 5.500 Hektar.

Das Verbindungsstück zwischen den Bergbaufolgeseen Koschen (künftig geplanter Name: Geierswalder See) und Skado (künftig geplant: Partwitzer See) wird rund 1.150 Meter lang sein und eine Kronenbreite von 36 Metern haben. An der Sohle ist der Kanal noch rund vier Meter breit. Die im Mittelteil des Überleiters zu errichtende Wehranlage wird eine nutzbare Breite von sechs Metern haben.

Bereits Mitte Oktober könnte bei planmäßigem Ablauf der vorbereitenden Arbeiten und der Ausschreibungen durch die LMBV der offizielle Spatenstich für den Bau erfolgen.

Der Überleiter ist ein weiterer Baustein der LMBV zunächst zur Gewährleistung einer mengen- und gütegerechten Steuerung des Wasserhaushaltes in der Lausitz. Er sichert vorrangig das Zu- und Abfließen des Wassers in die Bergbaufolgeseen aus den Vorflutern Rainitza und Schwarze Elster. In zweiter Linie dient er der „Erhöhung des Folgenutzungsstandards" durch eine zukünftige Nutzung als schiffbarer Wasserweg. Die dafür anfallenden Kosten finanziert der Freistaat Sachsen über Landesmittel entsprechend §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

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