Braunkohlesanierung der LMBV vorangekommenAbkommen zur Finanzierung nach 2002 noch in Verhandlung

Berlin. Das Jahr 2001 war ein wichtiger und notwendiger Schritt hin zur zielgerichteten Vollendung der großflächigen Braunkohlesanierung im Osten Deutschlands. Rund 6 Mrd. € der geplanten und notwendigen rund 8,7 Mrd. € (17 Mrd. DM) öffentlicher Mittel hat die LMBV bisher dafür abgerufen. Mehr als drei Viertel der bergmännischen Sicherungsarbeiten konnten damit durchgeführt worden. Das Verwaltungsabkommen (VA III) zur Finanzierung für die nächste Etappe von 2003 bis 2007 wird gegenwärtig noch verhandelt.

Im Bereich der bergmännischen Grundsanierung hat die LMBV eine beachtliche Aufgabenerfüllung erreicht: 83% der Abbruch- und Demontagearbeiten sind erledigt. 81% der Massenbewegungen von insgesamt rund 1,7 Mrd. m³ sind per Ende 2001 realisiert. Die Massenbewegungen sind erforderlich, um an 135 Tagebaurestlöchern die Böschungen langzeitsicher zu gestalten. Schließlich sind 73 % der Arbeiten zur Verdichtung und zur Stabilisierung der Kippenböschungen, die zu plötzlichen Rutschungen neigen, bereits abgeschlossen.

Ein Prüfstein für die Sanierung war und ist die durch dieses größte europäische Umweltprojekt initiierte Beschäftigung. „Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass die Sanierung im Jahr 2001 mehr als 9.000 Menschen Arbeit gebracht und damit auch Arbeitplätze für die Regionen gesichert hat," so die Geschäftsführung. Nur in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, den Sanierungsunternehmen, dem StuBA, den Hochschulen, und den Planungsbüros konnte dieses Gemeinschaftswerk, das vom Bund und den Braunkohleländern sowie der Bundesanstalt für Arbeit finanziert wird, erfolgreich vorangebracht werden.

Eine zunehmende Bedeutung kommt in der LMBV der Nutzung der braunkohlegeprägten Industrielandschaft als Wirtschafts- und Naturressource zu. Aufgegebene Flächen werden durch die LMBV saniert und für neue Zwecke vorbereitet. Gute Einzelbeispiele sind die im Wachsen befindlichen Lausitz-Industrieparks, aber auch die Gesamtheit der „Kulturlandschaft Goitzsche". Einher geht der Wandel der Fähigkeiten des Unternehmens von der früher ausgeprägten Bergbaudominanz hin zu einer Industrieansiedlungskompetenz.

Mit dem heute vorgelegten Sanierungsbericht 2001wird der Wandel des Unternehmens von einem Bergbaubetrieb hin zu einer modernen Ingenieurgesellschaft dokumentiert. Die LMBV hat zwischenzeitlich ein großes Maß an Akzeptanz in den Regionen erreicht. Sie gilt an vielen Stellen als Motor der Veränderung in den vormaligen Braunkohleabbaugebieten. Mit den im Jahre 2001 von der LMBV erarbeiteten Nutzungskonzepten können die Regionen für die Zukunft nur profitieren. Viele der 1.378 Sanierungsprojekte setzen so Impulse für die Braunkohleregionen.

Fotos in Druckqualität zur honorarfreien Nachnutzung unter Angabe des © LMBV unter http://agreement-berlin.de/cumulus/lmbv/

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