Flutung des Tagebaurestloches bei Großkayna von LMBV begonnen

Halle. Die LMBV-Flutung des Tagebaurestloches im Geiseltal bei Großkayna  hat am 22. Mai 2001 begonnen. Aus dem Restloch wird mit einem Fassungsvermögen von 55 Millionen Kubikmeter und einer Fläche von 280 Hektar in den nächsten Jahren der Runstedter See entstehen. Das notwendige Wasser für die Grube kommt aus der Saale. Der Name des Sees erinnert an das gleichnamige Dorf, das Anfang der 30er Jahre dem Bergbau weichen musste. Nach Abschluss der Flutung soll auch dieser See ein touristisches Naherholungsgebiet werden.

Für die Sanierungsarbeiten im Geiseltal stellen Bund und Land in diesem Jahr 140 Millionen Mark bereit. Bis zum Jahr 2008 werden es nochmals 177 Millionen Mark sein. Bislang wurden im Geiseltal 418 Millionen Mark für Uferbefestigungen, Rückbaumaßnahmen und Rekultivierung ausgegeben. Das nächste Restloch in der Region, der künftige Geiseltalsee bei Mücheln, wird ab 2002 geflutet. Mit mehr als 3500 Hektar Fläche wird das Areal in acht Jahren der größte See in Sachsen-Anhalt sein.

Im Geiseltal wurde 1993 die Förderung von Braunkohle nach rund 300 Jahren eingestellt. 16 Ortschaften mussten den Abraumbaggern weichen. Das Bergbaugebiet bei Merseburg ist international vor allem wegen der Vielzahl fossiler Funde aus dem Tertiär bekannt geworden. Das bekannteste Fundstück ist das „Geiseltalpferdchen". Insgesamt entstehen in Sachsen-Anhalt elf Seen und Seenkomplexe aus früheren Tagebauen. Sie alle sollen später einmal als Erholungs- und Tourismusgebiete genutzt werden.

Zurück