LMBV-Schreitbagger geht auf Wanderschaft

Berlin/Brieske. Ab 2. April 2001 setzt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) den Bagger vom Typ Esch 10/70 aus dem Raum Lauchhammer/Kleinleipisch nach Lichterfeld in den Bereich Klettwitz-Nord um. Die Transportentfernung beträgt 3,2 km und die Schreitgeschwindigkeit 200 m/h. Der Esch ist ein Schreitbagger russischer Bauart mit einem Eimerinhalt von 10 m³ und einer Auslegerlänge von 70 m. Die Vorteile dieses Baggertyps für den Sanierungsbergbau liegen in einem Schwenkbereich von 360° und einem geringen Bodendruck.Der Esch 70/10 war seit Januar 1996 im Sanierungsbereich der Restlöcher Kleinleipisch zur Böschungsgestaltung eingesetzt. Diese Arbeiten wurden im Dezember 2000 beendet. Ab 2. April 2001 erfolgt seine Umsetzung zum künftigen Bergheider See (ehemaliger Tagebau Klettwitz-Nord). Hier wird er ebenfalls für Arbeiten zur Böschungsgestaltung eingesetzt, die bis 2004 dauern. Auf seinem Weg zum neuen Einsatzort, den er am 10. April erreicht, wird er fünf Freileitungen und ein Gleis kreuzen. Am 7. April 2001 wird der Esch die Landstraße 60 (Lauchhammer - Lichterfeld) gegen 10:00 Uhr überqueren.

Technische Daten des Schreitbaggers Esch 10/70:

Seilbagger mit Elektroantrieb (6 kV)
Dienstmasse 680 Mp
Schwenkbereich 360°
Eimerinhalt 10 m³
mittlerer spezifischer Bodendruck beim Betrieb 0,94 kp/cm²
mittlerer spezifischer Bodendruck beim Schreiten 1,49 kp/cm²
Schreitgeschwindigkeit 0,2 km/h
max. Abtragstiefe 35,0 m
max. Schütthöhe 27,5 m

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