LMBV startet erste Stufe eines e-commerce-Projektes

Bergbausanierer wollen zukünftig Aufträge via Internet vergeben

Berlin. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) beabsichtigt, zukünftig schrittweise Sanierungsleistungen auch auf elektronischem Wege einzukaufen. In einer ersten jetzt beginnenden Testphase sollen Erfahrungen auf diesem Feld gesammelt werden.

In dieser ersten Phase wird das Abfordern von Verdingungsunterlagen über eine gesonderte Homepage (www.lmbv-einkauf.de) neben einer schriftlichen Abforderung der Verdingungsunterlagen ermöglicht.

Später, in einer zweiten Phase, soll den Bietern dann auch die digitale Abgabe der Angebote gestattet werden. Die LMBV betritt damit Neuland. Erst wenige Unternehmen in den neuen Bundesländern haben solche Einkaufs-Plattformen entwickelt. Vor dem Hintergrund des Inkrafttretens der neuen Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeverordnung) zum 01. Februar 2001 können nunmehr Auftraggeber erstmalig die Abgabe von Angeboten in digitaler Form zulassen.

Die LMBV vergibt nach zum Teil europaweiten Ausschreibungen jährlich Aufträge für mehrere hundert Millionen Mark. Gegenwärtig arbeiten im Unternehmen LMBV noch rund 1.200 Bergleute, Ingenieure, Kaufleute und Planer. Dazu kommen 537 Auszubildende, die in modernen Berufsfeldern ausgebildet werden. Die LMBV ist als Projektträger für die Wahrnehmung der bergrechtlichen Wiedernutzbarmachungsverpflichtungen verantwortlich. Zwei Drittel dieser anspruchsvollen Arbeiten zur Sanierung und Renaturierung ehemaliger Tagebaue und Kohleveredlungsanlagen wurden bisher erledigt. Rund elf Milliarden Mark haben Bund und Länder für diese Aufgaben bis Ende 2000 bereitgestellt. Das zur Zeit gültige Verwaltungsabkommen sichert die Finanzierung bis 2002.

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