100 Millionster Kubikmeter Flutungswasser für den ehemaligen Tagebau Gräbendorf - See füllt sich

Brieske. Am 10. Januar 2001 fließt der Einhundertmillionste m³ Flutungswasser durch die für diesen Zweck gebaute Rohrleitung zum ersten fremdgefluteten brandenburger LMBV-Tagebau Gräbendorf. Damit ist das Flutungsziel zu 72 % erreicht. Der Wasserstand beträgt derzeit +61 mNN.

Am 4. April 1996 starteten der Landrat des Oberspreewald-Lausitz-Kreises, Holger Bartsch und LMBV-Länderbereichsleiter Walter Karge, per Knopfdruck im VEAG-Wasserwerk Vetschau die erste Fremdflutung eines Tagebaurestloches des Länderbereiches Brandenburg der LMBV. Seit dem wird dem ehemaligen Tagbau Gräbendorf über eine 9,4 km lange Rohrleitung Wasser aus der Spree zugeführt.

Entsprechend des Wasserdargebotes der Spree und den Bestimmungen der wasserrechtlichen Genehmigung verteilte sich die Wassermenge seit der Flutung wie folgt:

1996 ca. 19,6 Mio. m³
1997 ca. 26,8 Mio. m³
1998 ca. 20,8 Mio. m³
1999 ca. 14,7 Mio. m³
2000 ca. 17,8 Mio. m³

Von dieser aus dem Südumfluter der Spree (Pumpstation Burg) entnommenen Wassermenge wurden rund zwei Drittel direkt zur Flutung in das Restloch und ein Drittel zur Bereitstellung von Mindestwasser in das Greifenhainer Fließ eingeleitet.

Während die Mindestwassereinleitung mit rund 6,5 Mio. m³ pro Jahr konstant gesichert werden konnte, musste die Bereitstellung von Flutungswasser zur Füllung des Restloches in den Jahren 1998 - 2000 jeweils für mehrere Monate zur Sicherung vorgegebener Pegelstände in der Spree unterbrochen werden. Dadurch ist auflaufend ein Wasserdefizit von 33,1 Mio. m³ entstanden.

Die Sicherung der Pegelstände der Spree, gerade in Zeiten geringer Wasserführung führte zu einer Verzögerung bei der Erreichung des Flutungszieles von gegenwärtig zwei Jahren.

Den endgültigen Wasserstand von +67 mNN wird der dann rund 425 ha große Gräbendorfer See nach heutigen Erkenntnissen ca. im Jahre 2004 erreicht haben.

Zum Ausgleich des Grundwasserdefizites in diesem Bereich und zur Gewährleistung der Wasserqualität des Sees wird es notwendig sein, danach noch einige Jahre die Flutungsleitung weiter zu betreiben.

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