Bundeskanzler besuchte Bergbausanierer LMBV

Berlin/Lichterfeld. Am 1. September besuchte Bundeskanzler Gerhard Schröder im Rahmen seiner Reise auch das in der Lausitz und Mitteldeutschland tätige Unternehmen LMBV. Der Bundeskanzler informierte sich über das Bergbausanierungsgeschehen konkret am und im Tagebaugebiet Klettwitz und Klettwitz-Nord.

Von den konkreten Ergebnissen der Bergbausanierung konnte sich G. Schröder bei einem Rundblick von der Abraumförderbrücke F 60 überzeugen. Bei einer anschließenden Befahrung des Sanierungstagebaus konnte der Kanzler einen persönlichen Eindruck von der Arbeit der Sanierer an Großgeräten gewinnen. Aus den Gesprächen mit dort tätigen Bergleuten und der LMBV konnte der Besucher auch die Überzeugung gewinnen, dass eine ungebremste Fortführung der Bergbausanierung auf sicherer Grundlage erforderlich ist und diese weiter bedarfsgerecht finanziert werden muss. Der Boden dafür kann mit einem dritten Ergänzenden Verwaltungsabkommen für die Periode von 2003 bis 2007 bereitet werden.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dr.-Ing. Wolfgang Fritz, informierte den Gast anhand von Schautafeln über die Aufgaben in der Braunkohlesanierung und den bereits erreichten Arbeitsstand von nahezu zwei Dritteln Erledigung. Dr. Fritz nutzte die Gelegenheit, auf die Wirkung der Braunkohlesanierung für die Beschäftigung und Ausbildung auch in der Region Lausitz hinzuweisen. Besondere Wertigkeit für die weitere Arbeit des Unternehmens habe auch die Wiederbelebung alter Braunkohlenindustrieareale, die neu mit Gewerbe und Industrie besiedelt werden sollen. Fritz verwies auf die langfristigen Bemühungen zur Wiederherstellung eines sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes in der Lausitz. Die dafür notwendigen Bauten von Zuleitungen und Speicherbecken wurden an einem Modell der zukünftigen Lausitzer Seenplatte plastisch dargestellt.

Die LMBV ist für die Wiedernutzbarmachung und Verwertung der ehemaligen Braunkohlenareale im Osten Deutschlands zuständig. Als Ingenieurgesellschaft und Bergwerkseigentümer nimmt sie im Auftrag von Bund und Ländern die Aufgabe als Projektträger für die letzte Phase des Grubenbetriebs - die Sicherung, Wiedernutzbarmachung und Verwertung der Restlöcher - wahr und bringt jährlich Aufträge für rund eine Milliarde DM zur Ausschreibung und wettbewerbskonformen Vergabe. Von den knapp 2000 Mitarbeitern der LMBV sind rund 35 Prozent Auszubildende. Insgesamt finden 12.000 Menschen in der Braunkohlesanierung direkt oder mittelbar Beschäftigung.

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