Sprengung des Tagebauriesen F 45 im ehemaligen Tagebau Meuro erfolgt am 20. Mai 2000

Brieske/Senftenberg. Mit der Auskohlung des LMBV-Tagebaus Meuro (Landkreis Oberspreewald- Lausitz) ging Ende 1999 die rund 150jährige Geschichte des Braunkohlenbergbaus um Senftenberg zu Ende.

Das Tagebaurestloch wird in den nächsten Jahren unter Trägerschaft der LMBV saniert und soll in ca. 15 Jahren den zukünftigen Ilse-See zwischen den Städten Senftenberg und Großräschen bilden.

Eine der Voraussetzungen für die vorgesehenen Sanierungsarbeiten ist die Beräumung der ehemaligen Tagebautechnik. Dazu gehört auch die Abraumförderbrücke AFB 45, die in diesem Tagebau 35 Jahre zuverlässig gearbeitet hat. Die Brücke hat mit ihren angeschlossenen Eimerkettenbaggern vom Typ Es 1600 in dieser Zeit rund 1,3 Mrd. Kubikmeter Abraum bewegt.

Im Rahmen der Verschrottung der Abraumförderbrücke erfolgt deren Sprengung an ihrem Standort im Sanierungstagebau Meuro am 20.05.2000 um 15:00 Uhr.

Die Sprengung der AFB erfolgt mittels 280 Kilogramm Schneidladung Resaflex. Diese verteilen sich auf 60 Schnittstellen, die durch die gleiche Anzahl elektrischer Momentzünder zur Detonation gebracht werden.

Die LMBV gibt allen Interessierten die Möglichkeit, die Sprengung von zwei Standorten außerhalb der festgelegten Sicherheitslinie zu verfolgen:

• Ein Beobachtungsstandort befindet sich an der Tagebaukante in Großräschen am Ende der Thälmannstraße.
• Der zweite Standort auf der Innenkippe ist von Senftenberg (Ackerstraße) bzw. Meuro erreichbar und ausgeschildert.

Die Sprengung wird durch optische und akustische Signale wie folgt angekündigt:

ca. 14:50 Uhr langer Signalton / gelbe Signalrakete
ca. 14:59 Uhr zwei kurze Signaltöne / rote Signalrakete
ca. 15:00 Uhr Sprengung
ca. 15:15 Uhr drei kurze Signaltöne / grüne Signalrakete - Freigabe

Die LMBV weist darauf hin, daß auch nach Beendigung der Sprengarbeiten das Be-treten der Baustelle nicht gestattet ist, da sich die gesprengten Träger unter mechani-scher Spannung befinden und eine Gefährdung darstellen.

Hinweis für die Redaktionen der Medien:

Die beteiligten Firmen, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als Projektträger, die Sanierungsgesellschaft Schwarze Pumpe mbH (SSP) als Auftragnehmer für die Verschrottung und die Thüringer Sprenggesellschaft mbH (TSG) als Subauftragnehmer für die Sprengung, geben zusätzlich interessierten Medienvertretern die Möglichkeit, nach Voranmeldung unter oben genannter Telefon- bzw. Fax-Nummer,

am 20.05.2000 ausschließlich in der Zeit zwischen 10:00 bis 12:00 Uhr,

sich ein eigenes Bild bzw. Aufnahmen von den Vorbereitungsarbeiten zu machen. Ein Betreten der Förderbrücke ist bereits nicht mehr möglich! Wir danken für Ihr Verständnis. Gegebenfalls ist nach erfolgter Sprengung für Medienvertreter eine Annäherung an den Demontageort unter Fachbegleitung möglich.

20.05.2000 10:00 - 12:00 Uhr Termin für TV, auf Anmeldung, Vorbereitungsarbeiten zu filmen und Gespräche mit LMBV, SSP, TSG zu führen, kein Betreten der Brücke 20.05.2000 ab 14:15/14:30 Uhr Trommlergruppe der IBA am Besichtigungspunkt Innenkippe 15:00 Uhr Sprengung ab ca. 15:20 Uhr Journalisten in einem MTW der SSP in die Nähe der gesprengten Brücke für Bild- und Filmaufnahmen

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