Beschäftigungseinbruch in der Braunkohlesanierung verhindert

100 weitere Auszubildende ab September neu zur Ausbildung bei LMBV

Berlin. Durch die Braunkohlesanierung in den neuen Bundesländern wird weiterhin eine erhebliche Beschäftigung gesichert. “Durch ein kreatives Projektmanagement in der LMBV konnte ein Beschäf-tigungseinbruch in der Braunkohlesanierung zum Jahreswechsel verhindert werden, wie er teilweise in den vorangegangen Jahren aufgetreten war”, erklärte die Geschäftsführung des Unter-nehmens heute. “Berücksichtigt man zudem den erreichten Sanierungsfortschritt, lässt die weit reichende Planung und Auftragsvergabe für das Jahr 2000 weiterhin eine Beschäftigung auf hohem Niveau erwarten.”

Die intensive Einbindung der beteiligten Bewilligungsinstanzen und ein umfängliches Sonderqualifizierungsprogramm trugen dazu bei, dass sich die Beschäftigungslage zu Beginn dieses Jahres sehr viel stabiler darstellt. Ein gewisser witterungsbedingter Beschäftigungsrückgang in den Wintermonaten bleibt jedoch unvermeidlich. Mit den Qualifizierungsanstrengungen zu Beginn des Jahres konnte dieser Rückgang erheblich gemildert werden.

Die Gesamtbeschäftigungswirkung der Braunkohlesanierung liegt bei über 12.000 Arbeitnehmer. Rund 8.000 Arbeitnehmer sind bei den Sanierungsgesellschaften und Sanierungsfirmen beschäftigt.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl auf förderfähigen Arbeitsplätzen in der Sanierung betrug im vergangenen Jahr ca. 5.200 Arbeitnehmer; davon im Programm 1 ca. 4.750, im Programm 2b ca. 450. Des Weiteren arbeiteten in ABM und Sondermaßnahmen ca. 120 Arbeitnehmer.

Für den gesamten Beschäftigungsumfang ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass die LMBV selbst gegenwärtig noch rund 1.530 Arbeitnehmer beschäftigt. Durch die BTU Cottbus wurde im Rahmen eines Gutachtens eingeschätzt, dass unter Berücksichtigung der kaufkraftbezogenen bzw. sekundären Beschäftigungswirkung die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Braunkohlesanierung damit bei 12.000 liegt.

Jürgen Wingefeld, zuständiger LMBV-Arbeitsdirektor, erwartet "eine durchschnittliche Beschäf-tigung auf förderfähigen Arbeitsplätzen im laufenden Jahr von etwa 5.000 Arbeitnehmern, davon ca. 80 % im Programm 1 und 20 % im Programm 2b sowie ABM und Sondermaßnahmen."

Wingefeld unterstreicht: „Besonders stolz ist die LMBV auf die hohe Ausbildungsleistung. Derzeit bildet das Unternehmen LMBV 690 junge Menschen in zukunftsträchtigen Berufsbildern aus. Bezogen auf die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft beträgt die Ausbildungsquote zwischenzeitlich 46 % und dürfte damit die höchste in einem Unternehmen der Bundesrepublik sein."

Bereits entschieden wurde durch die Geschäftsführung, dass mit Datum vom 1. September 2000 weitere 100 Jugendliche zur Ausbildung eingestellt werden. Wingefeld verweist darauf, dass "die Bemühungen, im Rahmen einer Gemeinschaftsinitiative diese Zahl um ein weiteres Kontingent zu erhöhen, im Gange sind.

Zurück