Sperrschilder stehen nicht zum Spaß an Restlöchern - Gefahren drohen beim unbefugten Betreten von Tagebauen und Restlöchern

Berlin. Am 6. März 1999 ist ein 13jähriger Junge aus dem Ort Rödgen (Mitteldeutschland) beim Angeln an dem Restloch Goitsche auf dem Betriebsgelände der LMBV von der Feuerwehr aus einem Schlammloch, in dem er zu versacken drohte, durch glückliche Umstände befreit worden.

Aus diesem aktuellen Anlaß appelliert die LMBV deshalb noch einmal mit Nachdruck an die Bevölkerung, die vorhandene Beschilderung von Sanierungsgebieten zu respektieren und gesperrte Bereiche nicht zu betreten. Insbesondere sollten Eltern auf ihre Kinder achten und sie auf mögliche Gefahren hinweisen. Mit der Sanierung und Flutung von Restlöchern des Braun-kohlenbergbaus kann es im Bereich von Böschungen zu plötzlichen Rutschungen größerer Erdmassen kommen. Diese Rutschungen stellen eine akute Gefahr für das Leben und die Gesundheit dar. Insbesondere bergen dabei die Kippenböschungen an noch nicht vollständig gefluteten Restlöchern Gefahren. Durch den Grundwasseranstieg besteht in diesen Bereichen eine akute Setzungsfließgefahr, d. h. es kommt zur Instabilität des Bodens und zum Böschungsabbruch. Infolge Tauwetter und starker Niederschläge bilden sich zusätzlich insbesondere in Ufernähe gefährliche Zonen mit Schlamm.

Ein weiteres Gefahrenpotential stellen die noch vorhandenen Großgeräte dar, die weiter unter Spannung stehen (6 kV und 30 kV). Ein Betreten der Geräte ist daher strikt verboten; die Ab-sperrungen im Umfeld sind einzuhalten. Trotz der Verbotsschilder und Absperreinrichtungen werden immer wieder Personen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch Kontrollbeauftragte der LMBV aus den Tagebauarealen verwiesen. Durch das Betreten, aber auch das Befahren der Böschungen entstehen Schäden an den Anpflanzungen, die eine großflächige Schädigung der Böschung nach sich ziehen können. Durch Umsicht und vernünftiges Verhalten können Unfälle der o. g. Art und zusätzliche Kosten vermieden werden.

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