Die Privatisierung des Industriekraftwerkes „Sonne” ist gelungen

Die vielfältigen Aktivitäten zur Erhaltung des Industriestandortes „Sonne” in der Region Großräschen/Freienhufen als industriellen Kern haben Früchte getragen. Nach intensiven Verhandlungen ist es nun gelungen, die Voraussetzungen für die Ausgliederung des Industriekraftwerkes „Sonne” aus unserem Unternehmen sowie zu seiner Privatisierung zu schaffen.

Gemeinsam mit dem neuen Unternehmen Heizkraftwerk „Sonne" GmbH & Co. Projekt Großräschen KG wurden in Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Brandenburg, Dr. Burkhard Dreher, am Freitag, dem 7. August 1998, ab 11.30 Uhr im Veredlungsbetrieb „Sonne" in Freienhufen den Gästen und der Belegschaft die Perspektiven des neuen Unternehmens vorgestellt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Wolfgang Fritz, zog eine Bilanz über die bisher erreichten Ergebnisse des Unternehmens im Hinblick auf die Erhaltung bzw. Schaffung neuer Arbeitsplätze an den ehemaligen Industriestandorten des Braun-kohlenbergbaus. So ist es seit Mitte 1994 gelungen, durch Ausgliederungen von Betriebsbereichen die Weiterbeschäftigung von rund 1950 ehemaligen Bergleuten zu sichern.

Zur Privatisierung des Industriekraftwerkes „Sonne" wurde mit dem neuen Gesellschafter, V.I.A. Vertriebs- und Konzeptionsgesellschaft für Immobilien- und Fondsanlagen mbH, am 29. Juli 1998 die letzte vertragliche Vereinbarung als Grundlage für die Errichtung eines Biomasseheizkraftwerkes und einer Recyclinganlage unterzeichnet.
Die Gemeinden Großräschen und Freienhufen erhalten künftig Fernwärme aus dieser neuen Anlage. Mit der Privatisierung können 70 Arbeitsplätze erhalten werden.

Darüber hinaus wurden durch den Vertragsabschluß Bedingungen für die Durchführung von Investitionen in Höhe von ca. 20 Mio. DM sowie für eine preisgünstige Wärmeversorgung der Ab-nehmer in der Region geschaffen. Durch die neue Anlage werden die Emissionswerte drastisch reduziert. Die Rauchgase werden durch ein konditioniertes Trockensorptionsverfahren bis auf die Grenzwerte, die durch die 17. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchV) vorgegeben werden, gereinigt.
Die Überwachung erfolgt mit Hilfe einer elektronischen Datenübertragung. Damit wird eine kontinuierliche Transparenz gegenüber der zuständigen Behörde und auch gegenüber der Öffentlichkeit erreicht.

In Übereinstimmung mit den Zielen der Landesregierung Brandenburg ist die LMBV bemüht, nach der Stillegung der Veredlungsanlagen „Sonne" den ehemaligen Industriestandort „Sonne" als Industrie- und Gewerbegebiet zu erhalten.

Inzwischen haben sich an diesem Standort mehrere Firmen angesiedelt, die schon jetzt 90 Arbeitnehmer beschäftigen. Schritt für Schritt entstehen hier neue Gewerbe- und Industrieansiedlungen für ein neues Leben am Standort „Sonne".

Mit der Errichtung des Biomasseheizkraftwerkes werden auch für weitere Investoren und deren Ansiedlung günstige infrastrukturelle Bedingungen geschaffen.

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