Zweites Wasser-Symposium der LMBV in Hoyerswerda

Die Wiederherstellung eines ausgeglichenen Wasserhaushaltes in der Braunkohlenregion der Lausitz ist eine der anspruchvollsten und vorrangigsten Aufgaben, welche die LMBV bei der Sanierung zu lösen hat.

So ist das in den letzten 100 Jahren durch den Bergbau entstandene Grundwasserdefizit wieder auszugleichen. Die Flutung der sanierten Tagebaue mit Fremdwasser ist gegenüber dem zeitaufwendigen Grundwasseraufgang unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte dafür die einzig mögliche Alternative. Die Gestaltung einer Lausitzer Seenlandschaft, lange Zeit eine Vision, wird nun Wirklichkeit.

Nach dem Abschluß der bergmännischen Grundsanierung werden inzwischen zahlreiche Tagebaue geflutet, und parallel dazu wird schrittweise die weitere Flutung von sanierten Tagebauen vorbereitet. In den vergangenen Jahren mußten zur Vorbereitung dieser Flutungsprozesse intensive Forschungsarbeiten sowie umfangreiche konzeptionelle und planerische Arbeiten durchgeführt werden.
In enger Zusammenarbeit schufen namhafte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker die Grundlagen für die Wiedereingliederung der stillgelegten Tagebaue in die Bergbaufolgelandschaft.

Mit den Tagebauflutungen entstanden bei der Bevölkerung auch viele Fragen. Besonders aus den Anliegerbereichen ergaben sich teilweise Befürchtungen hinsichlich der Umsetzung der regionalen Flutungskonzepte und -verfahren. Die Beantwortung von Fragen erfolgte durch die Verantwortlichen der LMBV auf verschiedenen Veranstaltungen sowie u. a. über die Tages- bzw. Fachpresse.

Um einer noch breiteren Öffentlichkeit Antwort auf offene Fragen zu geben, bereitet die LMBV gemeinsam mit den zuständigen Partnern für Freitag, den 18. September 1998, in Hoyerswerda, Lausitzhalle, ein zweites Symposium zu dem Thema "Sanierung des Wasserhaushaltes in der Lausitz - Flutungskonzepte" vor.
Eingeladen werden Verantwortliche der Landesregierungen Brandenburg und des Freistaates Sachsen, der in beiden Ländern etablierten Behörden, Ämter, Vereine, Verbände, Parteien sowie die Bürgermeister der anliegenden Städte und Kommunen.

Zweck der Veranstaltung ist es, der Öffentlichkeit die Ziele und Aufgaben sowie die Vorgehensweisen zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Wasserhaushaltes in der Lausitz zum Wohle der Regionen darzustellen.

Aber es sollen auch Fragen beantwortet werden, die sich hinsichtlich der Wasserführung, der Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes und im Hinblick auf regionale Auswirkungen der Tagebauflutungen ergeben.

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