LMBV bereitet Maßnahmen zur Gefahrenabwehr infolge des Grundwasserwiederanstiegs im Raum Spreetal vor

Landrätin Kockert und Bürgermeister Heine bei LMBV zu Gesprächen

Senftenberg. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) informierte am 8. März 2007 die Landrätin des Landkreises Kamenz, Petra Kockert, und den Bürgermeister der Gemeinde Spreetal, Manfred Heine, am Sitz der Gesellschaft über den gegenwärtigen Stand der Planungen zur Gefahrenabwehr infolge des Grundwasserwiederanstieges in den Orten Burghammer, Burgneudorf und Spreewitz. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu, sowie die zuständigen Bereichsleiter Klaus Zschiedrich und Manfred Kolba stellten die derzeitigen Untersuchungsergebnisse zu den ermittelten Gefährdungsbereichen vor und informierten über die weitere Vorgehensweise.

Die LMBV machte noch einmal deutlich, dass in den Fällen, in denen das Grundwasser in der Lausitz über das vorbergbauliche Niveau hinaus ansteigt und dadurch Gefahren auftreten oder wenn im Zusammenhang mit der Absenkung und dem Wiederanstieg des Grundwassers Setzungen und Sackungen auf der Tagesoberfläche entstehen, selbstverständlich der zuständige Bergwerksbetreiber dafür haftet. Jedoch ist das bloße Ansteigen des Grundwassers auf das vorbergbauliche Niveau nicht betriebsbedingt und liegt daher nicht in der Verantwortung des Bergbautreibenden.

Aufgrund der Besonderheiten in den neuen Ländern haben jedoch der Bund und die Braunkohleländer sich unter der Hintenanstellung der unterschiedlichen Rechtsstandpunkte darauf geeinigt, unter bestimmten Voraussetzungen auch Gefahrenabwehrmaßnahmen gemeinsam zu finanzieren, die im Zusammenhang mit dem Grundwasserwiederanstieg stehen.

Mit der Planung und Realisierung dieser Maßnahmen wird die LMBV beauftragt. Die LMBV führte und führt dann die entsprechenden Untersuchungen im Auftrag ihrer Finanziers durch und leitet rechtzeitig Gefahrenabwehrmaßnahmen ein.

Da die LMBV nachhaltige und vor allem weitgehend komplexe Lösungen anstrebt, wurden auf der Grundlage der geohydrologischen Modellrechnungen und der Prüfung aller technischen Möglichkeiten Variantenuntersuchungen zur Gefahrenabwehr infolge des Grundwasserwiederanstieges in den Orten Burghammer, Burgneudorf und Spreewitz durchgeführt, die nun im II. Quartal 2007 in konkreten Bauplanungen ihren Niederschlag finden.

Das Ziel der LMBV besteht darin, rechtzeitig, bevor eine Betroffenheit an Wohn- und Kommunalbauten sowie an Infrastruktureinrichtungen eintritt, die Realisierung von Abwehrmaßnahmen durchzuführen. Die Bürger und kommunalen Entscheidungsträger werden nach Abschluss der Planung durch die LMBV frühzeitig in Kenntnis gesetzt und in die weitere Bearbeitung einbezogen. Die LMBV bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen Bürgern für die zahlreich gegebenen sachdienlichen Hinweise, die vor allem bei der Aufnahme von Baudaten von Bedeutung waren.

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