LMBV erfolgreich: Pilotdamm am Klinger See fertiggestellt

Senftenberg. Der „Pilotdamm“ auf der Innenkippe am künftigen „Klinger See“ im Tagebau Jänschwalde ist fertiggestellt.
Hier waren seit 2003 zeitweise bis zu vier Rütteldruckverdichter im Rahmen der Sanierungsarbeiten gleichzeitig im Einsatz. Sie verdichteten einen Damm von 6.150 m Länge und ca. 85 m Breite in bis zu 60 m Tiefe. Mit dem Abschluss des Pilotdammes ist die Setzungsfließgefahr auf der gekippten Seite des künftigen Klinger Sees zunächst gebannt.
Damit ist es nunmehr möglich, die Wasserhaltung des Tagebaurestloches zurück zu bauen und den Wasserspiegel ansteigen zu lassen.
Im Rahmen der weiteren Sanierung ist der „versteckte Damm“ in den kommenden Jahren auf ca. 150 m zu verbreitern.


Hintergrund: Der entstehende Klinger See ist Teil des Tagebaus Jänschwalde. Diese, vor 1990 bergbaulich in Anspruch genommenen Flächen liegen in der Verantwortung der LMBV mbH.
Im Lausitzer Braunkohlenrevier gibt es eine Vielzahl von Tagebaurestlöchern, deren Böschungen und böschungsnahe Bereiche aus gekipptem Abraum bestehen. Diese locker gelagerten Sande können durch das ansteigende Grundwasser instabil werden. Sie können sich verflüssigen und zu Setzungsfließrutschungen führen. Zum Schutz vor derartigen Böschungsbewegungen wird in die gekippten Böschungen ein „versteckter Damm“ eingebracht. Hierbei handelt es sich um einen mittels Rütteldruck- oder Sprengverdichtung verdichteten Bereich in der Kippe. Dieser ist je nach Notwendigkeit ca. 80 – 150 m breit und reicht bis auf den gewachsenen Boden unter der Kippe.

 

 

 

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