Wichtiger Überleiter von Behörden genehmigt - LMBV kann Ausführungsplanungen für ÜL 12 aufnehmen

Senftenberg. Am 10.07.2007 wurde die Plangenehmigung zum Bau des Überleiters vom Senftenberger See zum Geierswalder See vom Landesumweltamt Brandenburg (LUA) an die LMBV schriftlich übergeben. „Der künftige Kanal - einer der in Planung befindlichen bzw. gebauten 13 Überleitungen im Seenland - wird den Senftenberger mit dem Geierswalder See künftig auch touristisch stärker verbinden“ unterstrich Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber. Mit der erteilten Plangenehmigung wird es möglich, mit dem Erdaushub für diese ca. 1050 m lange schiffbare Verbindung noch im IV. Quartal 2007 zu beginnen.

Die Plangenehmigung des LUA Brandenburg beinhaltet neben den technisch geprüften Anlagenelementen auch die Prüfung der naturschutz- und eigentumsrechtlichen Fragen. Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange (22) wurden damit geprüft und in der Genehmigung berücksichtigt.

Das Projekt beinhaltet die Verlegung des Flusslaufes der Schwarzen Elster und ihre Renaturierung, die Errichtung einer Schleuse, des Tunnel unter der umverlegten Schwarzen Elster und eines Kreuzungsbauwerkes mit der Bundesstraße 96. Gleichzeitig erfolgt eine veränderte verkehrstechnische Anbindungen an den Ort Großkoschen.

Die Sohlbreite des schiffbaren Kanals wird sechs Meter betragen. Da der Senftenberger See als Wasserspeicher dient, müssen bei dem Bau die unterschiedlichen Wasserstandsschwankungen zwischen 97,7 m NHN und 99,25 m NHN berücksichtigt werden. Der Geierswalder See wird sich künftig bei einem Wasserstand von 100 m NHN bis 101,25 m NHN bewegen. Der Schutz und die Sicherung der Wasserbeschaffenheit im Senftenberger See hat dabei Priorität.

Nach ihrer Inbetriebnahme werden die Überleiter einen bedeutenden Beitrag zur Erhöhung touristischen Anziehung leisten können, da sie neben der Künstlichkeit der Bergbaufolgeseen ein besonders herausragendes Alleinstellungsmerkmal im Lausitzer Seenland sein werden.

Erfolgreich im Wandel: Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) ist seit 1994 als Projektträgerin für die Wiedernutzbarmachung der nicht privatisierten Braunkohleareale im Auftrag des Bundes und der ostdeutschen Braunkohleländer tätig.

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