Neuer Hafen in der Lausitz: Landesmittel für Marina Schlabendorf bewilligt

Neuer Hafen in der Lausitz: Landesmittel für Marina Schlabendorf bewilligt
LMBV-Baustelleneröffnung am 15.10.2007

Senftenberg. Am 15.10.2007 wird für den Bau einer Marina am LMBV-Bergbaufolgesee des ehemaligen Tagebaus Schlabendorf-Süd mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Der Standort des geplanten Seehafens gehört zum Kernbereich des Ortes Schlabendorf. Er liegt räumlich direkt über der von der LMBV ausgemusterten und mittlerweile zurückgebauten Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA). Dieser Standort ist bewusst als Hafenstandort ausgewählt worden, um eine bauliche Anbindung des Ortes an den See zu schaffen. Gefördert wird diese Maßnahme zu 90 Prozent durch das Land Brandenburg über den § 4 des Verwaltungsabkommens zur Sanierung der Braunkohlenaltlasten (VA III). Die Mittel dazu wurden von der zuständigen Landesplanungsabteilung GL 7 des Ministeriums für Infrastruktur des Landes Brandenburg bewilligt.

Der Hafen ist zur Nutzung für Freizeitboote ohne Verbrennungsmotor, für Wasserwanderer und Segler vorgesehen. Die Marina Schlabendorf wird für 42 Boote ausgelegt und die einzige Slipanlage am Schlabendorfer See beinhalten. Für den Hafenbetrieb sind zwei Holzstege mit einer Längen von   42  bzw. 37 Meter und einer Breite von 1,80 Meter vorgesehen. Das Hafenbecken wird an zwei Seiten durch Spundwände mit einer integrierten Betonslipanlage begrenzt, die ein unmittelbares Einsetzen der Boote sowohl über den Slip als auch über einen Kran gewährleisten. Alle weiteren Ufer werden über Böschungen abgefangen bzw. begrenzt. Die Slipanlage an der Nordseite des Übungsbeckens wird mit U-Betonwänden aus bewehrtem Stahlbeton (Spezialbeton) gefertigt.

Den Zuschlag zur Bauausführung hat die Lausitzer Firma TWB Tief- und Wasserbau Boblitz bekommen. Im vierten Quartal 2007 soll das ehemalige GWRA-Becken neu gestaltet und nach Süden um ein Übungsbecken (ca. 60 x 65 Meter) und den Anschluss an den Schlabendorfer See über eine Hafeneinfahrt mit ca. 30 x 30 Meter erweitert werden. Die Wassertiefe wird bei 3,5 Meter liegen.

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