LeipzigBoot: Neuer flacher und leiser Bootstyp für Bergbaufolgeseen in Mitteldeutschland

Leipzig/Delitzsch. Am 22.05.2008 wird um 11:00 Uhr am Wassersportzentrum an der Schladitzer Bucht am Schladitzer See, ehemaliger LMBV-Tagebau Breitenfeld, unweit von Delitzsch, eine besondere Bootstaufe stattfinden. Einlader sind Verein Freibord e.V., der Grüne Ring Leipzig und der Verein Delitzscher Land e.V., die das neuartige LeipzigBoot taufen werden.

Mit der feierlichen Taufe erhalten zwei Boote Namen von verlorenen Orten des Landkreises Delitzsch, die dem Braunkohleabbau weichen mussten. Ehemalige Einwohner dieser Gemeinden werden den feierlichen Akt vollziehen. Die Namen der Orte sollen so vor der Vergessenheit bewahrt werden und gleichzeitig die Geschichte und die Gegenwart der Region symbolisieren. Ausgangspunkt war die Beendigung des jahrzehntelangen Tagebaus, durch den tausende Arbeitsplatze verloren gingen. Es bestand die Notwendigkeit, die Region dennoch weiter zu entwickeln. Die Entwicklung von Wassertourismus bot neben einer Attraktivitätserhöhung der Region auch die Chance, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aus den Tagebaurestlöchern sollen Tagebaurestseen entstehen, die mit den Fließgewässern der Region verbunden werden mussten bzw. müssen, in erster Linie um das Überschusswasser abzuleiten. Der Wassertourismus sollte jedoch nicht nur von muskelbetriebenen Booten, sondern auch von motorisierten Booten getragen werden.

Daher hielt man Ausschau nach einem Boot, welches für die sensiblen Gewässer der Region geeignet ist. Da man nicht fündig wurde, entschloss man sich hierfür ein Boot zu entwickeln, welches die Rahmenbedingungen und die spezifischen Anforderungen, wie etwa geringe Wellenbildung und Tiefgang oder niedrige Geräusch- und Schadstoffemission, bot. Damit war der Startschuss für den Bau des LeipzigBoot gefallen. Aufgabe war nun die Entwicklung einer nachhaltig ökologisch motorbetriebenen Bootsklasse als Beitrag zur wassertouristischen und infrastrukturellen Entwicklung im Leipziger Seenland, das sich über die innerstädtischen Leipziger Wasserwege, die Seen im Südraum Leipzig sowie im Landkreis Delitzsch erstreckt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Entstanden ist ein hoch angepasstes Boot. Mit nur 30 Zentimeter Tiefgang und einer geringen Durchlasshöhe und -breite kann es alle gängigen Leipziger Gewässer befahren. Die außergewöhnliche Rumpfform sorgt für geringen Wellengang und beugt so der Erosion der sensiblen Flachwasser- und Uferbereiche vor. Der Hybridantrieb lässt das LeipzigBoot leise und umweltfreundlich durch die Kanäle und über die Seen der Region gleiten.

Das Staatliche Amt für Ländliche Entwicklung in Wurzen bewilligte im Dezember 2006 den  Antrag des Konzeptträgers Freibord e.V. auf LEADER+ Mittel der Lokalen Aktionsgruppe Delitzscher Land in einer Förderhöhe von 237.941 Euro. Mit diesem Geld und den Mitteln aus dem Topf der Regionalentwicklung (FR-Regio), des sächsischen Staatsministerium des Innern über einer Förderhöhe von 39.624 Euro, erfolgte der Bau des LeipzigBoots, an dem viele Interessierte der Region Hand in Hand arbeiteten. (Quelle: PM Grüner Ring)

Kontakt: Sandra Commichau
GRL Grüner Ring Leipzig
Geschäftsstelle Grüner Ring Leipzig
c/o Aufbauwerk Region Leipzig GmbH
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D-04109 Leipzig
fon: +49 (341) 140779-50
fax: +49 (341) 140779-11
e-mail: grl@aufbauwerk-leipzig.com
web: http://www.gruener-ring-leipzig.de/
web: http://www.aufbauwerk-leipzig.com/

Fotohinweis: Ein druckfähiges Foto der Schladitzer Bucht liegt auf der Fotogalerie unter Service bei http://www.lmbv.de/ als Downloadvariante (3 MB).

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