Seenland: LMBV startet weitere Tiefenverdichtung und Böschungsgestaltung am Koschendamm /Westufer Geierswalder See

Senftenberg. Im Lausitzer Seenland starten ab 1. September 2008 im Auftrag der LMBV weitere Verdichtungsmaßnahmen am Ufer des Geierswalder Sees. Dabei handelt es sich um die Vorlandsicherung des südlichen Uferbereiches der Westböschung des Restloches Koschen (Geierswalder See). Bis Mitte September wird eine Baustelle eingerichtet und der Seilbagger, der als Trägergerät für die Rütteldruckverdichtung dienen wird, aufgebaut.

An den gekippten Uferbreichen im Westteil des Koschendammes, parallel zur Zufahrt zum Barbara-Kanal, werden in den kommenden Monaten ca. 650.000 Kubikmeter Kippenboden auf einer Länge von 500 Metern weiter verdichtet. Mit einen Rüttler LR 1550 wird die auftragnehmende Firma ECOSOIL Ost fast eintausend Mal die Rüttellanze in die Kippe einbringen müssen, um einen Böschungsbereich ca. zwei Hektar zu sichern. Weiterhin sind ca. 11.000 Kubikmeter Boden mit mobiler Erdbautechnik zu bewegen und das Gelände zu modellieren.

Die Hauptarbeiten werden voraussichtlich bis Anfang 2009. abgeschlossen werden. Weiterhin wird eine Stabilisierung eines Restareals im Hinterland eines bereits hergestellten verdichteten Dammes auf ca. 0,5 Hektar im Raster 5,5 Meter mal 5,5 Meter erfolgen. Die Rütteltiefe beträgt dort bis 30 Meter ("Schwebender Damm"). Danach schließen sich bis Ende Februar noch Drucksondierungen und weitere Erkundungen zur Feststellung des Verdichtungsnachweises an. Aufgrund der Ortsnähe der Gemeinde Geierswalde werden die Arbeiten im versetzten Einschichtbetrieb von 7.00 bis 19.00 Uhr durchgeführt.

Die Rütteldruckverdichtung (RDV) ist eine inzwischen an vielen Stellen im Lausitzer Seenland erprobte Technologie zum Verdichten von locker gelagerten Kippen. Durch einen im Kopf der Rüttellanze integrierten Verdichter wird die Kippe in verschiedenen Ebenen kompaktiert und so ein versteckter Damm in die Kippe eingezogen. Dies schafft die nötige Standsicherheit der Kippe für mögliche Nachnutzungen. Am Koschendamm hat die Kippe eine Mächtigkeit von 25 bis max. 30 Metern (Liegendes), die von dem RDV-Gerät bearbeitet wird.

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