LMBV startete Stranderschließung am Dreiweiberner See - Kleinod in der Gemeinde Lohsa (Kreis BZ) wird weiter aufgewertet

Senftenberg/Weißkollm. Der Erste Spatenstich zur weiteren Stranderschließung des Dreiweiberner Sees wurde am 1. September am Dreiweiberner See auf der Weißkollmer Seite, OT Lohsa, getätigt. Landrat Michael Harig (CDU), der Lohsaer Bürgermeister Udo Witschas (CDU) und LMBV-Koordinator Eckhard Scholz gaben kurze Statements ab. Landrat Harig vom Landkreis Bautzen betonte, dass der künftige Seentourismus nur ein Weg in die Zukunft sein kann: „…diese neuen Seen sind wie ehemals ein rohes Stück Kohle, von der wir früher lebten, und je besser diese gestaltet und genutzt werden, desto besser werden die Lausitzer in Zukunft davon leben können.“ Bürgermeister Witschas verwies auf die Schnelligkeit von der Ideenfindung bis zum Baubeginn. Dennoch „steckt die touristische Entwicklung im Seenland noch in den Kinderschuhen, obwohl die Gemeinde die mehr als zügige touristische Aneignung des Sees durch Gäste und Anwohner anfangs unterschätzt hatte.“ LMBV-Vertreter Scholz wies auf die „bereits vorhandene Fischvielfalt und den regen Anglersport an dem Bergbaufolgesee hin, der bereits eine sehr gute Wasserqualität aufweist: „Die LMBV hat die Hoffnung, dass mit der Projektumsetzung ein Qualitätssprung für die Erholung und Entspannung am See einhergeht.“

Die Bauaßnahme wird im Rahmen der Bergbausanierung als §4-Projekt zur Aufwertung des Folgenutzungsstandarts umgesetzt und durch den Freistaat Sachsen über das Verwaltungsab-kommen zur Braunkohlesanierung finanziert. Die LMBV ist dabei Projektträger. Die Firma EUROVIA Verkehrsbauunion, Niederlassung Cottbus, fungiert als Bauauftragnehmer.

Rund 475.000 Euro werden hier am Bergbaufolgesee bis Jahresende unter Projektträgerschaft der LMBV verbaut. Geplant ist die Errichtung von zwei Steganlagen aus Kunststoff sowohl im Bereich Lohsa als auch bei Weißkollm. Es werden zwei Sanitärgebäude errichtet und transportable WC-Anlagen aufgestellt. Kernelemente der Erschließung sind auch der Ausbau der vorhandenen Zufahrten zu den Parkplätzen am See sowie die Errichtung eines Parkplatzes für 42 Pkw im Bereich Lohsa und 81 Pkw  im Bereich Weißkollm. In Weißkollm werden zusätzlich noch 25 Caravanstellplätze dazukommen.

Der Dreiweiberner See wird als Speicherbecken und auch bereits touristisch in der Naherholung und auch als Angelgewässer genutzt. Er entstand aus dem Restloch des Tagebaus Dreiweibern und wurde von der LMBV von 1996 bis 2002 geflutet. Er hat eine Fläche von rund 286 Hektar und ein Volumen von 35 Mio. Kubikmeter Wasser.

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