LMBV bestätigt: Erdbaustart für Ilse-Kanal für Herbst 2009 geplant

Ein druckfähiges Luftbild zum Überleiter 11 (Ilse-Kanal) kann unter www.lmbv.de im Bereich Fotogalerie heruntergeladen werden.

Senftenberg/Großräschen. Die LMBV bestätigte heute Nachfragen zu Planungen für einen weiteren spektakulären Kanalbau im entstehenden Lausitzer Seenland.

Schon im vierten Quartal des kommenden Jahres soll mit dem Erdbau für eine weitere schiffbare Verbindung, hier zwischen dem Ilse-See und dem Sedlitzer See (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), begonnen werden. Die Seenmacher von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) beabsichtigen damit einen baldigen Anschluss des Ilse-Sees an die Restlochkette bzw. das Lausitzer Seenland, bestätige Dipl.-Ing. Manfred Kolba, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz. "Dies wird ein weiteres wichtiges regionales Vorhaben in Projektträgerschaft der LMBV, dass eine interessante Herausforderung für die Bergbausanierer darstellt."

Bereits für den Herbst des nächsten Jahres planen die Bergbausanierer der LMBV den Baubeginn des Kanals zwischen den ehemaligen Tagebaugruben. "Ende 2009 geht es mit den Erdbauarbeiten los. Das ist nach heutigem Planungsstand der letzte wichtige Kanal auf der Brandenburger Seite des Seenlandes, den die LMBV bauen wird", hatte Prokurist Klaus Zschiedrich, Leiter des Ingenieurbereichs Sanierung bei der LMBV, bei einer öffentlichen Veranstaltung in Großräschen ankündigt. Die Lausitzer Rundschau hatte dies Anfang Oktober bereits berichtet.

Das Kernstück des 1,2 Kilometer langen ingenieurtechnischen Arbeiten bildet ein mehr als 225 Meter langer Tunnel unter der Bundestrasse B 96/B 169 und der Trasse der Bundesbahn. Bereits heute können Interessierte von der Bundesstraße 169 zwischen Sedlitz und Allmosen blaue Fahnen als Symbol für den Standort der geplanten Kreuzung zwischen der B 96/B 169 und dem zukünftigen Kanalbauwerk erkennen.

Westlich des eigentlichen Kanals ist ein 2,5 bis drei Meter breiter kombinierter Rad- und Fußweg konzipiert, der auch durch den Tunnel geführt werden soll. Die Trasse des Rad- und Fußweges wird sich im eleganten Bögen harmonisch in das Kanalprojekt einfügen. Die LMBV bezifferte die Gesamtkosten für den „Überleiter 11“, wie das bautechnische Vorhaben von der LMBV weiterhin genannt wird, nach ersten Planungen auf rund zwölf Millionen Euro.

Nach der Fertigstellung soll die Stadt Großräschen das Bauwerk von der LMBV übernehmen und betreiben. Darauf haben sich laut Bürgermeister Thomas Zenker die Stadt Großräschen und die Kommune Senftenberg bereits geeinigt. Die Kreisstadt Senftenberg habe künftig noch andere schiffbare Verbindungen, so u. a. den künftigen Überleiter 12 vom Senftenberger zum Geierswalder See, in ihrer Verantwortung. Mit diesem Schritt kann Großräschen dann zu dem  östlichen „Eingangstor für das Lausitzer Seenland" werden.

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