Die „Seenmacher“ bilden weiter Jugendliche aus – 20 neue Auszubildende haben Vertrag bei LMBV unterschrieben

Senftenberg. 20 neue Auszubildende haben sich an einem Einführungstag am 17.10.2008 näher mit ihrem neuen Ausbildungsunternehmen, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), vertraut gemacht. Die Personalverantwortliche der LMBV, Veronika Sauert, stellte den Bergbausanierer vor. Sie wurde beim "Tag der Erstausbildung" in der historischen Kulisse der Energiefabrik Knappenrode durch den LMBV-Projektmannager Jürgen Nagel, den LMBV-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Olaf Gunder und die zukünftige Kauffrau für Tourismus und Freizeit im 2. Ausbildungsjahr, Kathleen Schneider von der GAF, tatkräftig unterstützt.

Auch für das Ausbildungsjahr 2008/2009 wurden vom Sanierungsträger LMBV nochmals insgesamt 20 neue Ausbildungsplätze bereitgestellt. Das Bundesunternehmen finanziert gegenwärtig insgesamt 78 Ausbildungsplätze. Davon wurden mit neuen und bewährten Partner in verschiedenen regionalen Ausbildungsstätten u. a. vier Ausbildungsplätze im Raum Bitterfeld, vier im Raum Leipzig und weitere zwölf in der Lausitz geschaffen.

Mehr als 1.500 junge Leute haben bisher seit dem Bestehen der LMBV eine moderne Ausbildung bei der Gesellschaft erhalten. Seit dem Ausbildungsstart im Herbst 2008 wird in folgenden Berufsbildern durch die LMBV in Partnerschaft mit folgenden Firmen ausgebildet. In der Lausitz sind dies:

  • 4 Azubis als Konstruktionsmechaniker und
  • 4 Azubis als Bürokaufleute bei der RAG Bildung Spremberg (Kreis Spree-Neiße);
  • 4 Azubis als Fertigungsmechaniker bei der GAF in Elsterheide (Kreis Bautzen).

In Mitteldeutschland kommen hinzu:

  • 4 Azubis als Immobilienkaufleute bei der Firma TDE Espenhain (Kreis Leipziger Land) sowie
  • 4 Azubis als Fertigungsmechaniker bei der Firma ABASYS Bitterfeld (Kreis Anhalt-Bitterfeld).

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre (36 Monate), lediglich bei den Fertigungsmechanikern sind es 42 Monate.

Zum Hintergrund:

In der LMBV waren zum Stichtag 30.09.2008 noch 523 Bergbau-Ingenieure, Immobilienwirte und Kaufleute an zwei Standorten – 355 in Senftenberg und 168 in Leipzig – beschäftigt (ohne die Zahl weiterer Mitarbeiter, die bereits in der Altersteilzeit-Ruhephase sind). Zu dieser Beschäftigtenzahl kommen noch die insgesamt 78 LMBV-Auszubildenden hinzu, die mit der LMBV einen Ausbildungsvertrag haben. Davon lernen 48 Azubis in der Lausitz und 30 im mitteldeutschen Raum. Gegenwärtig steuern die zusammen rund 600 Mitarbeiter und Auszubildenden rund 800 Projekte in der bergbaulichen Grundsanierung und Flutung der Bergbaufolgeseen, bei Maßnahmen zur Verbessung der Nachnutzung sowie bei der Gefahrenabwehr aus dem Wiederanstieg des Grundwassers. Bund und Braunkohleländer haben die Weichen für die Arbeit der LMBV für die kommenden Jahre bereits frühzeitig gestellt und den Inhalt und den Finanzrahmen der Braunkohlesanierung im Rahmen eines Drittes Ergänzendes Verwaltungsabkommen (sogenanntes VA IV) für den Zeitraum von 2008 bis 2012 bereits im Jahr 2007 definiert. Dazu gehörte auch die Entscheidung des Gesellschafters der LMBV, die Ausbildung der LMBV weiter fortzusetzen.

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