Presseeinladung/Fototermin: Planfeststellungsbeschluss vom LBGR für spektakulären „Ilse-Überleiter“ soll am 10.11.2008 übergeben werden

Senftenberg. Am 10. November erhält die Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) um 14:00 Uhr vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg (LBGR) den Planfeststellungsbeschluss für das Gewässerausbauvorhaben "Herstellung Überleiter Sedlitzer See - Ilse See". Dazu wird Dr. Klaus Freytag, Präsident des LBGR, den Beschluss an Dr. Mahmut Kuyumcu, Vorsitzender der Geschäftsführung der LMBV, offiziell übergeben. Der damit planfestgestellte Überleiter ist nach heutigem Planungsstand der letzte wichtige Kanal auf der Brandenburger Seite des Seenlandes.

Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Fototermin bei der LMBV in Senftenberg in der Knappenstraße 1, 9. Etage, ggf. teilzunehmen. Bitte melden Sie sich ggf. unter u.steinhuber@lmbv.de dafür an.

Der so genannte „Ilse-Überleiter“ ist eines der wichtigsten künftigen Bauvorhaben auf Brandenburgischer Seite zur Herstellung der Schiffbarkeit im Lausitzer Seenland. Schon im vierten Quartal des kommenden Jahres soll noch mit dem Erdbau für diese weitere schiffbare Verbindung, hier zwischen dem Ilse-See und dem Sedlitzer See (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), begonnen werden. Die „Seenmacher“ von der LMBV beabsichtigen damit einen baldigen Anschluss des noch im Entstehen befindlichen Ilse-Sees an die nahe liegende Restlochkette bzw. das weitere Lausitzer Seenland. "Dies wird ein weiteres wichtiges regionales Vorhaben in Projektträgerschaft der LMBV, das eine interessante Herausforderung für die Bergbausanierer darstellt“, betonte Dr. Kuyumcu in diesem Zusammenhang. Er lobte insbesondere auch „das engagierte und bemerkenswert zielführende Vorgehen des LBGR“ als der zuständigen Behörde zur Planfestellung. Nach der Fertigstellung soll die Stadt Großräschen das Bauwerk von der LMBV übernehmen und betreiben. Darauf haben sich laut Bürgermeister Thomas Zenker die Stadt Großräschen und die Kommune Senftenberg bereits geeinigt. Mit diesem Schritt kann Großräschen dann zum nordwestlichen „Eingangstor für das Lausitzer Seenland" werden.

Das Kernstück des 1,2 Kilometer langen Überleiters mit der Nr. 11 bildet ein mehr als 176 Meter langer Tunnel unter der Bundestrasse B 96/B 169 und der Trasse der Bundesbahn. Bereits heute können Interessierte von der Bundesstraße 169 zwischen Sedlitz und Allmosen blaue Fahnen als Symbol für den Standort der geplanten Kreuzung zwischen der B 96/B 169 und dem zukünftigen Kanalbauwerk erkennen. Westlich des eigentlichen Kanals ist ein 2,5 bis drei Meter breiter kombinierter Rad- und Fußweg konzipiert, der auch durch den Tunnel geführt werden soll. Die Trasse des Rad- und Fußweges wird sich in einem Bogen harmonisch in das Kanalprojekt einfügen. Die LMBV bewertet die Gesamtkosten für den „Überleiter 11“, wie das bautechnische Vorhaben von der LMBV in den Unterlagen genannt wird, nach ersten Planungen auf rund zwölf Millionen Euro. Diese werden auf Basis des Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung über den §4 vom Land Brandenburg bereitgestellt werden.

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